Blaue Lupinen bieten neue Chancen für die Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie

[06.02.2012]

Lupine
Die Blaue Lupine kommt groß in Konjunktur: Die Hülsenfrucht, die bis zu 40 % aus Eiweiß besteht, genießt zunehmend Wertschätzung in der Lebensmittelindustrie. Da es vielversprechende Absatzmöglichkeiten für die Blaue Lupine gibt, wird ihr Anbau in der Landwirtschaft immer interessanter, teilt die BayWa mit.
 
Die Lebensmittelindustrie hat die Blaue Lupine laut dem Handelsunternehmen für sich entdeckt, da sie zur gesunden Ernährung beiträgt: Wissenschaftler hätten herausgefunden, dass das Extrakt aus dem Lupinenkorn tierische Eiweiße oder Fette in Milch, Fleisch und Ei ersetzen kann. Einige Erzeugnisse, wie Eis aus Lupinenmilch, würden daher bereits im Handel guten Absatz finden.

BayWa würde es begrüßen, wenn sich die gesamte Kette von Züchtung und Anbau über Proteingewinnung bis hin zu Verarbeitung und Verkauf in Deutschland etablieren würde. Vier Lebensmittelfirmen aus Mecklenburg-Vorpommern testeten derzeit Produkte wie Wurst, Backwaren, Salate und Eis.
 
Aber auch aus pflanzenbaulicher Sicht ist die Blaue Lupine nach Ansicht des BayWa Züchtervertrieb zu empfehlen: Lupinen verbessern mit ihren stickstoffbindenden, tiefen Pfahlwurzeln die Bodenfruchtbarkeit und -struktur. Außerdem ermöglichen sie als Vorfrucht Ertragssteigerungen von bis zu 10 % in Folgefrüchten wie Getreide oder Raps.
 
Bundesweit werden aktuell 24.000 ha mit Blauer Lupine angepflanzt. Angesichts der interessanten Marktchancen könnte sich aber in den nächsten drei Jahren die Anbaufläche verdoppeln. Die Lupine gedeiht besonders gut auf sandigen und kalkarmen Böden wie z.B. in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und dem nördlichen Sachsen-Anhalt. (ad)

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