[24.05.2012]
Dr. Hans-Theo Jachmann
Der Industrieverband Agrar (IVA) blickt im Pflanzenschutzmittelbereich auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr zurück. Gleichzeitig schaut die Interessensvertretung dem anstehenden Praxistest des seit Februar 2012 geltenden neuen deutschen Pflanzenschutzgesetzes eher skeptisch entgegen.
IVA-Präsident Dr. Hans Theo Jachmann erklärte dazu kürzlich, die nächsten Monate würden zeigen, ob die Behörden in Deutschland effizient und zielorientiert Zulassungsanträge für Pflanzenschutzmittel bearbeiteten und entschieden, so dass Landwirte rasch die Produkte und Lösungen erhielten, die sie benötigten. Zwar schreibe eine europäische Verordnung vor, dass Behörden über die Zulassung neuer Pflanzenschutzmittel binnen zwölf Monaten entschieden haben müssten; es gebe aber keine Regeln, falls die Behörden die Frist nicht beachteten. Zudem seien weiterhin vier Behörden am deutschen Zulassungsverfahren beteiligt, was einen größeren Abstimmungsbedarf nach sich ziehe.
IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler ergänzte, die Unternehmen wollten am Zulassungsort Deutschland festhalten. Allerdings dürfe es nicht zu einem mehrmonatigen Stau der Anträge kommen. Selbst wenn die Unternehmen auf andere Länder derselben Zulassungszone auswichen, könnten immer noch Probleme bei der endgültigen Zulassungsentscheidung entstehen, die weiterhin bei den einzelnen Mitgliedstaaten liege. (AgE)
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