RAGT baut Züchtungsaktivitäten aus

RAGT Das französische Pflanzenzuchtunternehmen RAGT arbeitet sich durch Zukäufe und Kooperationen immer weiter in die Oberliga der europäischen Pflanzenzüchter hoch. Schwerpunkte bilden mittlerweile Mais, Getreide, Raps, Sonnenblumen, Soja und Sorghum. Im Juli hat RAGT im Zuge der Kooperation mit Serasem die Getreidezüchtung vollständig in die eigene Züchtungsorganisation eingegliedert. Im Jahre 2004 hatte RAGT mit der Getreidezüchtung von Monsanto das britische Zuchtprogramm PBI (Plant Breeding Institute) übernommen. Kürzlich hat RAGT zudem eine Zusammenarbeit mit Bayer CropScience besiegelt, die eine Lizenz- und Kooperationsvereinbarung für die Weizenzüchtung betrifft. Hierbei schafft RAGT dem Konzern Zugang zu Weizenzuchtmaterial und den dazugehörigen molekularen Markern. Dafür darf RAGT im Gegenzug Weizen-Pflanzeneigenschaften (Traits) gegen Lizenz von Bayer nutzen.
 
RAGT erzielte im Geschäftsjahr 2010/11 in seinem Züchtungsbereich (einschließlich Saatgutproduktion und –vertrieb) einen Umsatz von über 156 Mio. €. Bei Weichweizen hält das Zuchtunternehmen europaweit 17 % Marktanteil, bei Mais 8 %, bei Sonnenblumen 4 %. In Deutschland will RAGT bei Winterweizensorten seinen Marktanteil in 2011/12 auf über 10 % erhöhen.
 
Bei Raps will RAGT demnächst selbst auf dem deutschen Markt aktiv werden und erste Rapssorten in drei Jahren auf den Markt bringen. Bisher hatte das Zuchtunternehmen nur ein Linienzuchtprogramm. Durch den Zusammenschluss mit Serasem hat sich RAGT interessante Möglichkeiten in der Hybridzüchtung von Raps erschlossen. Serasem hatte bislang mit dem deutschen Rapszüchter NPZ zusammengearbeitet. In Deutschland will RAGT sich auf Hybridsorten konzentrieren.
 
Als interessante Nische entwickelt RAGT frühe Sojasorten für den deutschen Markt.