[17.02.2012]
Die STV, eine Gemeinschaftseinrichtung der Pflanzenzüchter, fordert seit Ende 1997 bei Landwirten die Nachbaugebühren ein. Dazu versendet sie jährlich an ca. 120 000 Betriebe so genannte Erhebungsbögen. Mittlerweile erzielen Züchter aus den Nachbaugebühren Einnahmen in Höhe von 8 Mio. Euro pro Jahr, Tendenz steigend. Denn Saatgutaufbereiter geben mittlerweile offenbar umfassende Auskunft über den Nachbau. Dafür zahlt ihnen die STV nach einem Bericht der „Bauernstimme“ eine Pro-Kopf-Gebühr. Diese soll 30 Cent für einen vollständigen Nachbauakt und 10 Cent für einen Z-Saatgutkauf (möglicher Anhaltspunkt für Nachbau) betragen. In der Saison 2009/2010 soll hierfür insgesamt ein Betrag von 182 000 Euro geflossen sein.
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Leserkommentare
Die STV ist ein Kind des DBV und gehört genau wie die CMA abgeschafft
[22.02.2012]
Es ist mehr als lächerlich zu behaupten, dass "nette Gespräche und eine Wiederaufnahme des Dialogs mit dem Bauernverband" den Bauern etwas bringen würde. Gerade der DBV hat uns Landwirten mit seiner internen Klüngelei doch erst das Dilemma und die Bespitzelung durch die STV beschert. Auch hier wurde -wie in vielen anderen Fällen- eindeutige Klintelpolitik innerhalb des sogenannten Einheitsverbandes zu Lasten der einfachen Bauern betrieben. Ohne die scharfe Intervention anderer Interessenvertretungen wäre es in diesem Fall für die Bauern noch schlimmer gekommen.
von helmut_ehrlicher
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