Zuckerrübenanbau in Deutschland mit Potential

[01.02.2012]

Das biologische und technische Potential des Zuckerrübenanbaus ist bei weitem noch nicht ausgereizt. Das hat das Forum „Rübe und Zucker“ deutlich gemacht, das die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) im Rahmen der Internationale Grünen Woche (IGW) veranstaltete.

Wie Dr. Nicol Stockfisch vom Institut für Zuckerrübenforschung in Göttingen erläuterte, verfügt die Zuckerrübe über besonders gute Voraussetzungen, um unter den klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa eine Ertragsbildung zu gewährleisten. Bei der Ausnutzung dieses Potentials werde die Pflanzenzüchtung auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, erklärte Stockfisch.

Dr. Fred Fürstenfeld vom Bodengesundheitsdienst in Ochsenfurt stellte auf die nachhaltige und effiziente Bodennutzung beim Anbau von Zuckerrüben ab. Bereits heute sei der Zuckerrübenanbau in Deutschland konsequent am Prinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet, hob Fürstenfeld hervor. Dies werde zum Beispiel durch die geringen Restnitratgehalte im Boden sowie den hohen Anteil der Mulchsaatflächen und des Zwischenfruchtanbaus deutlich.

Dr. Heinrich-Hubertus Helmke vom Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DMZ) verwies auf die Fortschritte bei der Ernte, Lagerung und beim Transport von Zuckerrüben. So sei es in den vergangenen Jahren gelungen, bei der Vorreinigung der Rüben auf dem Feld und durch Erhöhung des Anteils der abgedeckten Rübenmieten hohe Standards zur Regel zu machen. Dr. Klaus Ziegler vom Verband Fränkischer Zuckerrübenanbauer hob hervor, dass durch eine stetige Optimierung der Rodetechnik sichergestellt werde, dass der auf dem Feld „gewachsene Zucker“ auch tatsächlich vollständig geerntet werde. (AgE)

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