[19.10.2012]
Biodiesel wird in den kommenden Monaten leicht teurer. Foto: UFOP
Seit dem 01. Oktober 2012 haben die deutschen Biodieselhersteller ihr Angebot auf leicht teurere „Übergangsware“ umgestellt. Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) vergangene Woche in Berlin mitteilte, handelt es sich dabei um Biodiesel, der auch unter winterlichen Bedingungen die notwendigen Fließeigenschaften für den Kraftstoffeinsatz behält.
Entscheidend sei die Rohstoffzusammensetzung für Biodiesel, die an dem sogenannten Cloud-Filter-Plugging-Point (CFPP-Wert) orientiere. Dieser Wert gebe in Grad Celsius die Temperatur an, ab der der Kraftstoff nicht mehr die erforderliche Filtrierbarkeit besitzt. Schlimmstenfalls komme es dann zu Filterverstopfungen und motortechnischen Problemen.
Die höheren Anforderungen an die Fließfähigkeit von Biodiesel kann nach Angaben der UFOP im Winter nur mit Biodiesel aus umgeestertem Rapsöl, sogenanntem Rapsmethylester (RME), erfüllt werden, während Biodiesel aus Palm- oder Sojaöl in dieser Zeit einen Teil seiner Fließfähigkeit verliert. Bedingt durch seine Fettsäurezusammensetzung erfüllt RME demnach auch bei -12 °C noch die erforderlichen Fließfähigkeitseigenschaften für Hochdruckeinspritzsysteme und Verbrennung im Motor. Zusätzliche „Fließverbesserer“ verschaffen dem Biodiesel aus RME eine noch bessere „Winterhärte“ von -20 °C und darüber hinaus.
Der höhere Preis für Übergangsware ergibt sich der UFOP zufolge aus der Herstellung, da RME vorrangig aus nachhaltig zertifziertem und damit teurerem Rapsöl hergestellt wird. Dies sei regelmäßig teurer als Palm- oder Sojaöl. Für die Klimaregion, zu der Deutschland in Europa gehört, sind laut UFOP beim Einsatz von Biodiesel folgende Zeiträume und CFPP-Werte gemäß der DIN EN 14214 zu beachten: 15.04. bis 30.09. maximal 0 °C, 01.10. bis 15.11. maximal -10 °C, 16.11. bis 28.02. maximal -20 °C und 01.03. bis 14.04. maximal -10 °C.
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