[10.10.2012]
Einfach mal abschalten. Das empfiehlt Bundesumweltminister Peter Altmair den Bürgern, um die Stromkosten zu senken. Foto: Neumann
In Berlin vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem nicht irgendein neuer Vorschlag präsentiert wird, wie die steigenden Stromkosten gesenkt werden können. Nun mischen sich sowohl Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), Greenpeace und das Deutsche Institut für Wirtschaftsförderung mit jeweils eigenen Vorschlägen in die Debatte ein.
Altmaier will die Bürger zum Stromsparen animieren. Jedem Haushalt soll daher bis 2020 eine kostenlose Energieberatung angeboten werden. Experten kritisieren den Minister allerdings dafür. Sparen alleine reiche nicht aus, um die steigenden Kosten abzufedern, heißt es einhellig.
Vor allem die EEG-Umlage treibt die Kosten in die Höhe. Über sie werden die Kosten der Energiewende auf alle Bürger gleichmäßig verteilt. Greenpeace weist allerdings darauf hin: Die Belastungen für die Verbraucher steigen immer stärker, während die Industrie von großzügigen Ausnahmen profitiert. Deshalb hat der Umweltverband nun ein Konzept präsentiert, das die Kosten der Energiewende gerechter verteilen soll, berichtet „Spiegel Online“. Dem Online-Magazin liegt nach eignen Worten die Studie exklusiv vor.
Die Kernaussagen: Die Ausnahmeregelungen für die Industrie deutlich reduzieren und konventionellen Strom aus beispielsweise Braunkohle stärker, Ökostrom dagegen geringer besteuern.
So könne die EEG-Umlage von aktuell 3,59 Cent je Kilowattstunde auf unter 2,2 Cent je Kilowattstunde gesenkt werden. Im kommenden Jahr würde sie trotz des starken Ausbaues der neuen Energien sogar unter dem aktuellen Wert bleiben.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsförderung will laut Spiegel dagegen die einkommensschwachen Haushalte von den hohen Stromkosten entlasten. Zum Beispiel in dem die Hartz-IV-Sätze oder das Wohngeld angehoben werden. Außerdem könne man die Stromsteuer senken. (-ro-)
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