Biogasanlage mit Großmarktabfällen füttern

[07.02.2012]

Foto: Neumann
In Stuttgart ist die erste Biogasanlage in Produktion genommen worden, die Abfälle aus dem Großmarkt zu Methan vergärt. Die vom Frauenhofer-Institut entwickelte Pilotanlage befindet sich direkt neben dem Großmarkt. Es ist eine besondere Herausforderung die Umweltbedingungen stabil zu halten, da die Reste für die Mikroorganismen täglich wechseln. Um die Zusammensetzung trotzdem konstant zu halten, werden die Abfälle in Vorratsbehälter aufbewahrt und von dort in gleicher Mischung der Anlage zugeführt.
 
Grundsätzlich eigenen sich die Großmarktreste, wie beispielsweis Salatköpfe, gut als Substrat für Biogasanlagen, da sie viel Wasser und wenig verholzte Teile enthalten, meint die Projektkoordinatorin Frau Dr. Ursula Schließmann. Die genaue Zusammensetzung des Bakterienfutters wird durch ein Managementsystem errechnet.
 
Die Anlage verwerte, laut Betreiber, alle während der Herstellung anfallenden Produkte weiter. Das anfallende Filtrat werde zusammen mit dem erzeugten Kohlenstoffdioxid, was bei der Methanerzeugung entsteht, für eine Algenkultur genutzt, die ÖL erzeugt. Der Gärrest wird von Kollegen des Schweizer Paul Scherrer-Institut und dem Karlsruher Institut für Technik ebenfalls in Methan umgewandelt.(AgE)
 

Leserkommentare

1 Kommentar(e)
  • Biogas

    [07.02.2012]

    So stell ich mir die Zukunft von Biogasanlagen vor.Keine Pflanzen von Flächen,sondern organische Abfälle die hier vergärt und wieder in den Nährstoffkreislauf zurück geführt werden kann.Es gibt keine überzogenen Subventionen die eh nicht in der Landwirtschaft bleiben.

    von werni

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