Gülle effizient und hygienisch vergären

[24.02.2012]

Gülle soll mit dem neuen Verfahren effizient und hygienisch vergoren werden. Foto: Neumann
Mehr Biogas auf hygienisch unbedenklichem Weg erzeugen – diesem Trend folgt nun auch Bebra Biogas in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg. In einer neuen Biogasanlage in Schleswig-Holstein soll nun erprobt werden, wie eingesetzte Gülle effizienter genutzt und gleichzeitig hygienisiert werden kann.

„Clou dabei ist, dass das Bebra-Verfahren bei hohen Temperaturen abläuft, um sowohl einen effizienten Biogasprozess als auch eine weitgehende Hygienisierung dabei zu erzielen. Man schlägt quasi zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt der Prof. Dr. Paul Scherer von der HAW. der das Projekt wissenschaftlich betreut.

Ein besonderes Ziel des Projektes ist es, die Leistungsfähigkeit der thermophilen Mikroorganismen und ihre optimalem Lebensbedingungen genau zu untersuchen. Bei Verweilzeiten, die zwei- bis vierfach unter denen konventioneller Biogasanlagen liegen, soll so eine verdoppelte bis verdreifachte Substratzufuhr möglich sein.
Dr. Burkhard Kirchhoff, Leiter Forschung und Entwicklung bei Bebra Biogas hofft, mit dem Hygienisierungseffekt auch verloren gegangenes Verbrauchervertrauen zurückgewinnen zu können: „Im Rahmen der zurückliegenden allgemeinen Verunsicherung durch humanproblematische mikrobielle Keime in der Gemüseproduktion ist dieses ein wichtiger Schritt zur fundierten Erarbeitung neuer Lösungsansätze.“

Das Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt und wird mit 300.000 Euro vom Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und dem Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert.

Leserkommentare

3 Kommentar(e)
  • Ich gleube nicht alles auch wenn es von Atomgegner kommt!!!

    [18.02.2012]

    Nun auch ich las diesen Bericht schon aus anderer Quelle.Nur wo sollen mehrere Tausend MEGAwatt herkommen??? Sind da etwa Gaskraftwerke stillgestanden??? Nun wenn es zum proknostierten Blachaut kommt ist es die Atomlobby die den Karren an die Wand gefahren hat.Frankreich zahlte schon vorher das 5 fache wie angeblich in De üblich.Welche Stromproduzenten ließen da Ihre Anlagen stillliegen? Wollten sie warten bis die "Deutschen" auch noch Orten???Und das 10fache bezahlen??? Oder brauchte man da den "liegenden" Strom einfach??? Wieso braucht man eigendlich sonst die Wasserkraftwerke wenn nicht in Spitzenzeiten???

    von elinge

  • Reine Spekulation, ist das nicht purer Egoismus und müsste unterbunden werden?

    [17.02.2012]

    Was kommt den Stromproduzenten also den Verbrauern nun wirklich teuerer? Eben die Spekulationen am Strommarkt, die scheinbar unkonntrolliert passieren dürfen, oder die Umstellung auf die "ach so teuere" regenerative Energie, egal ob Windkraft, Solarenergie, oder Biogas. Man sollte sich dessen mal annehmen, wenn über Kostenreduzierung, oder Gewinnmaximierung disutiert wird! Wir kommen um die Energieerzeugung aus regenerativen Energiequellen nicht herum, das müsste uns allen bald klar werden.

    von beernhof

  • Warum nicht einfach...

    [17.02.2012]

    ...Regelleistung im Preis auf sagen wir 50 ct/kwh (=500€/twh) anheben? Und schon ist das Loch gestopft. Zumindest für einige Zeit.

    von alorie

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