[12.08.2008]
Nach wie vor verkaufen Elektronikhändler Produkte, die alles andere als Strom sparend sind. Darauf weist der BUND hin. So würden bei Amazon und Neckermann etwa 60 Prozent der Kühl- und Gefrierschränke der A-Klasse angehören. Sehr viel sparsamer sind allerdings solche, die der Energieeffizienzklasse A+ oder A++ angehören.
43 Prozent der in der Analyse erfassten Kühlschränke fielen in die etwas bessere Effizienzklasse A+, nur neun Prozent in die beste Klasse A++. Beim Onlineanbieter Amazon war unter 90 Angeboten nur ein einziges A++-Gerät. Bei vielen Angeboten fehlten die Angaben zum Verbrauch völlig. Die effizientesten A++-Geräte der Hersteller seien kaum im Handel zu finden und wenn, kosteten sie das Doppelte bis Dreifache.
Meistens würden die Strom fressenden Geräte günstig angeboten. Billige Elektrogeräte mit hohem Stromverbrauch täuschten die Verbraucher aber über die tatsächlichen Kosten durch hohe Stromrechnung hinweg. Leidtragende sind vor allem einkommensschwache Familien, die auf Dauer durch höhere Energiekosten draufzahlen.
Brunsmeier: "Die Elektrohändler liefern sich bei ineffizienten Geräten eine Preisschlacht, die dem Verbraucher die Entscheidung für ein sparsames Gerät schwer macht \- auch wenn es sich langfristig auszahlen würde. Wenn die Händler ihren Kunden glaubwürdig ein preiswertes Produkt anbieten wollen, dann müssen sie dringend ihre Angebots-Politik ändern."
Leserkommentare
Keine Kommentare vorhanden
Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!