Energiekommissar Oettinger kritisiert deutsche Energiepolitik

[08.02.2012]

EU-Energiekommissar Günther Oettinger.
EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat die Bundesregierung für ihren Umgang mit dem Thema Energieeffizienz kritisiert. Einer Vorgabe der Europäischen Union zufolge muss diese bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gesteigert werden – nach Ansicht des Energiekommissars eine große Herausforderung für die Bundesregierung.

Auf der Energiemesse E-World in Essen rügte Oettinger außerdem deren zögerliche Bemühungen beim Ausbau der Stromverteilnetze und der CO2-Abscheidung. Auch bei der energetischen Gebäudesanierung müsse Deutschland nach Ansicht des EU-Kommissars mehr tun. Er schlug beispielsweise vor, Fördermittel aufzustocken und Steuervergünstigungen zu schaffen, berichtet der das Internetportal verivox.de. Gerade in diesem Bereich solle Deutschland „nicht kleckern, sondern klotzen“.

Oettinger warnte ebenfalls vor steigenden Energiekosten in der Bundesrepublik. "Man muss sich in Deutschland Sorgen um den Strompreis machen. Der ist gefährlich hoch", sagte er. Man solle hierzulande eher in den Ausbau der Stromnetze statt in Photovoltaik investieren, da diese Energieform ihre Vorteile besser an südeuropäischen Standorten ausspielen könne. Gerade beim Netzausbau würden es in Deutschland dagegen kaum Bewegung geben. (-tg-)

Leserkommentare

4 Kommentar(e)
  • zustimmung

    [09.02.2012]

    ich kann dem kommentar von beernhof nur zustimmen

    von prinz#002

  • Zeitbombe CO2 Abscheidung

    [08.02.2012]

    Öttinger ist der!!! Stromkonzernlobbyist auf Europaebene. Netzausbau und vor allem die Co2-Endlagerung unter unseren Füssen sollen den großen Vier auch in Zukunft das Geld in die Kassen spülen - Dank sei dem Erfüllungsgehilfen Öttinger

    von user10

  • beernhof

    [08.02.2012]

    das unterstreich ich dreimal!!!!!

    von werni

  • Nachdenken ist angesagt, Herr EU Kommisar Öttinger

    [08.02.2012]

    „Wenn wir die Energiewende schaffen wollen, müssen wir die Stärken von Biomasse, insbesondere von Biogas, noch effizienter als bisher nutzen“, war Ihre Kernaussage am 18.07.2011 bei Bayerns Minister Brunner. Heute sehen Sie die Lösung im Netzausbau. Das ist zwar alles notwendig, doch sollten Sie dabei die PV Nutzung auf Freiflächen in unserem Land nicht so vernachlässigen. Diese Nutzung ist nachweislich effizienter als Biogas, was den Flächenverbrauch angeht. Biogas verbraucht die 20ig fache Fläche als die von Ihnen abgestrafte PV Energienutzung. Was fällt Ihnen dazu ein? Ist Ihnen das nicht bewusst? Wir schüren mit dem Flächenverbrauch zu Gunsten von Biogas einen Wettbewerb zu der notwendigen und unverzichtbaren Nahrungsmittelproduktion.

    von beernhof

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