[18.01.2011]
Der Preis für eine schlüsselfertige Photovoltaikanlage betrug im Jahr 2010 durchschnittlich 2.740 Euro netto je installiertem Kilowatt (kWp). Das entspricht einer Preissenkung von rund 20,58 Prozent (ca. 710 Euro/kWp) gegenüber 2009 (3.450 Euro/kWp netto).
Im ersten Halbjahr 2010 lagen die Preise noch bei durchschnittlich 2.950 Euro/kWp. Demnach sind die Preise während der zweiten Jahreshälfte noch einmal um ca. 7,12 Prozent gesunken (ca. 210 Euro/kWp). Auffallend dabei ist, dass die Anlagenpreise vor allem im letzten Quartal verstärkt gesunken sind. Dies ist auf die Absenkung der Einspeisevergütung durch die Bundesregierung zurückzuführen, die vergangenen Jahres die Vergütung im Juli um 13 Prozent und im Oktober nochmals um 3 Prozent außerplanmäßig gesenkt hat. 


Die Ergebnisse stammen aus einer Onlinebefragung des Portals Photovoltaikumfrage (http://www.photovoltaikumfrage.de). In das aktuelle Ergebnis flossen die Antworten von 2.758 Solaranlagenbetreibern aus dem ganzen Bundesgebiet ein, deren Solaranlage auf einem Dach in Deutschland im Jahr 2010 in Betrieb genommen wurde.
Die Antworten wurden im Zeitraum Januar bis Dezember 2010 abgegeben und beinhalten Photovoltaikanlagen bis zu einer Größe von 100 kWp.


Über 38,46 Prozent der Befragten Solaranlagenbetreiber gab an, dass deren Solarmodule von deutschen Unternehmen stammen. Der größte Teil der Befragten mit 51,92 Prozent nannte Produzenten aus Fernost. Der Rest der Befragten, mit einem Anteil von 9,62 Prozent, bezogen die Solarmodule von Herstellern aus anderen Ländern.
Michael Ziegler, Geschäftsführer des PhotovoltaikZentrums: "Das Ergebnis zur Herkunft der Solarmodule zeigt deutlich, dass sich deutsche Solarmodulhersteller verstärkt durch Produktdifferenzierungen vom Wettbewerb abheben müssen, um nicht weitere Marktanteile an Hersteller aus Fernost zu verlieren. Die Differenzierung muss für den Kunden einen relevanten sowie erkennbaren Vorteil mit sich bringen und somit eine Markenpräferenz schaffen.
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