Obstbäume: Vor Monilia-Befall schützen

[02.02.2012]

Durch vorbeugende Maßnahmen können Sie Ihre Obstbäume vor einem Monilia-Befall schützen.
Die Fruchtmumien müssen raus: Vertrocknete Früchte von Kern- und Steinobst, die noch am Obstbaum hängen, sollten Sie jetzt entfernen. Denn: Sie könnten von der Spitzendürre oder der Fruchtfäule befallen sein. Beides sind Pilzkrankheiten der Gattung Monilia. Sie unterscheiden sich nur durch die Farbe der Sporen. Die Erreger befallen sowohl die Früchte als auch die Zweige.
Bei einem Befall mit der Spitzendürre, die hauptsächlich bei Sauerkirschen und Aprikosen auftritt, sterben die Spitzen der Zweige schnell und ohne vorherige Symptome ab.
Die Fruchtfäule, häufig an Kirschen, Pflaumen und Äpfeln, tritt durch braune Faulstellen mit Kreisen aus weißen oder gelblichen Sporen in Erscheinung. Die befallenen Früchte trocknen aus, verhärten und bleiben als Baummumien am Baum hängen.
Um einem Befall Ihrer Obstbäume vorzubeugen sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
Wenn Sie im Vorjahr einen Befall mit Monilia hatten, sollten Sie im ausgehenden Winter, spätestens aber im zeitigen Frühjahr alle Fruchtmumien und abgestorbenen Zweige entfernen – sie könnten im Frühjahr nämlich beim jungen Austrieb eine Neuinfektion auslösen.
Gefährdete Bäume sollten sehr luftig und gut ausgeschnitten werden. So wird ein rasches Abtrocknen gefördert und die Ausbreitung des Pilzes verhindert. Ein sonniger, luftiger Standort wirkt befallsreduzierend. Dünnen Sie bei einem Überhang zu dichte Fruchtbüschel aus.
Verletzungen durch das Aneinanderreiben dicht hängender Früchte geben dem Pilz die Möglichkeit in die Frucht einzudringen und sich zu vermehren.  Achten Sie deshalb während der Erntephase auf kleine Verletzungen und Schädigungen der Fruchthaut. Durch diese können z.B. Äpfel auch im Lager von Moniliabefallen werden.
Bei einigen Sauerkirschsorten wurde in der Vergangenheit durch Züchtung und Auslese eine Widerstandsfähigkeit gegenüber Monilia erreicht. Achten Sie beim Neukauf von Sauerkirschen-Bäumen auf moderne Züchtungen mit Monilia-Resistenz.
Als vorbeugende Maßnahme können sogenannte  Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden. Sie basieren auf natürlichen Pflanzenstoffen und Fettsäuren und erschweren das Eindringen der Pilzsporen in Frucht und Blatt.
Zur akuten Bekämpfung von Monilia dürfen selbstverständlich nur Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, die für Haus- und Kleingärten zulässig sind.
 

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