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Österreich: FPÖ will GVO verbieten

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Karl Schell Die österreichische Partei FPÖ will gentechnisch verändertes Saatgut im Bundesland Salzburg völlig verbieten. Ein entsprechender Antrag soll demnächst im Landtag behandelt werden, berichtet der ORF. FPÖ-Chef Karl Schnell sagte am Dienstag, die Diskussion um die Gentechnik und Umweltgefahren im Allgemeinen drohe einzuschlafen. Gehe es nach ihm, würde das ohnehin schon recht strenge Salzburger Gentechnik-Gesetz aus dem Jahr 2004 noch weiter verschärft.
 
Schnell beruft sich dabei auf den Beschluss des Europäischen Parlament vom Juli, wonach die Mitgliedsstaaten künftig selbst entscheiden können, ob sie gentechnisch verändertes Saatgut erlauben oder nicht. Das sei eine große Chance, sagt der Politiker. „In der Praxis heißt das, dass wir zumindest in diesem Bereich im Land selbst entscheiden können. Daher werde ich in einer der nächsten Landtagssitzungen einen Antrag einbringen, der das Ausbringen gentechnisch veränderter Organismen generell klar untersagt - und zwar ein für alle Mal.“
 
Als mahnendes Beispiel führt die FPÖ einen Fall aus Bayern an, wo ein Imker GVO in seinem Honig gefunden hat. Der Europäische Gerichtshof hatte daraufhin geurteilt, dass Honig selbst bei geringster Verunreinigung nicht ohne eine GVO-Zulassung in den Handel darf und wenn, dann als solcher deklariert werden muss. Das schlimme daran ist laut Schell, dass der Imker geglaubt hatte, er mache ein Bioprodukt. Er wusste nicht, dass nebenan ein Versuchsfeld war. „Deshalb muss die Gentechnik in ganz Europa verboten werden“, so die Forderung der Freiheitlichen. (ad)
 

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