[16.05.2011]
Die größten Ausschläge gab es bei den Veredlungsbetrieben. Sie erreichten 2007/08 mit 15 247 Euro je Unternehmen einen Tiefpunkt und kletterten 2008/09 auf die Rekordmarke von 52 134 Euro. Ebenfalls deutlich, wenn auch nicht ganz so drastisch, fielen die Ausschläge bei den Marktfruchtbau- und Milchviehbetrieben aus, während bei Betrieben mit mehreren Produktionszweigen die Gewinnentwicklung stetiger verlief.
Im Wirtschaftsjahr 2009/10 ist der Gewinn je Unternehmen um 8,5 % auf 35 216 Euro im bundesweiten Durchschnitt zurückgegangen. Verluste erlitten vor allem die Ackerbaubetriebe, deren Gewinne mit minus 25 % infolge stark gesunkener Getreidepreise geradezu einbrachen.
Wie aus dem Agrarbericht ferner hervorgeht, weichen die Einkommen der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe innerhalb Deutschlands erheblich voneinander ab. Danach rangierten Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt bei den Unternehmensgewinnen in den zurückliegenden Jahren deutlich an der Spitze. Die Haupterwerbsbetriebe in diesen Ländern erzielten im Durchschnitt der Wirtschaftsjahre 2005/06 bis 2009/10 mit mehr als 73 000 Euro je Unternehmen die höchsten Gewinne. Am niedrigsten lagen die Gewinne in Bayern mit rund 33 000 Euro im Schnitt. Zurückgeführt werden die Abstände insbesondere auf unterschiedliche Betriebsgrößen. (AgE)
Weitere Details und Stimmen zum Agrarbericht 2011:
Agrarbericht 2011: Bauern müssen mit steigenden Produktionskosten rechnen (11.5.2011)
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