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Aigner: "Die Bio-Branche hat aufgeholt"

Ilse Aigner Bundesagrarministerin Ilse Aigner sieht die ökologische Landwirtschaft in Deutschland im Aufwind. „Für die Bio-Branche stehen die Zeichen auf Wachstum. Deutschland ist innerhalb der EU der größte Absatzmarkt für Bioprodukte geworden", sagte Aigner vor der Eröffnung der Fachmesse Biofach in Nürnberg. Die Zeiten des niedrigen Wachstums in den Jahren 2009 und 2010 sind ihrer Ansicht nach vorbei. Im vergangenen Jahr habe der Bio-Markt wieder an frühere hohe Wachstumsraten anknüpfen können. 

Bioprodukte „made in Germany“ genießen weltweit einen hervorragenden Ruf – nicht zuletzt wegen hoher Standards in der Produktion. „Leider reicht die Produktion nicht aus, um die steigende Inlandsnachfrage zu decken: Die Versorgung des deutschen Marktes basiert nach wie vor auf einem relativ hohen Importanteil", so Aigner. Es müsse das Ziel der deutschen Landwirtschaft sein, die Inlandsnachfrage soweit wie möglich selbst bedienen zu können. "Hier sehe ich ein großes Potenzial für die deutschen Landwirte - da ist noch viel Luft nach oben“, erklärte die CSU-Politikerin.

Über 90 % des weltweiten Umsatzes mit Bioprodukten werden in Europa und den USA erwirtschaftet. Von 2000 bis 2010 verdreifachte sich der Umsatz in Deutschland von 2,05 Mrd. Euro auf rund 5,9 Mrd. Euro.

Aigner betonte, die Bundesregierung stehe zur Förderung des Ökolandbaus. Zentrales Förderinstrument sei im Bereich des Ökolandbaus die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutz“ (GAK). Das Agrarministerium hat laut Aigner die Beihilfen für die Einführung und Beibehaltung von ökologischen Anbauverfahren deutlich erhöht. „Jetzt sind die Länder am Zug: Sie entscheiden in eigener Verantwortung über den Einsatz der Mittel. Sie sind gefordert, die erhöhten Förderungen anzubieten und den Spielraum, den die GAK bietet, auszuschöpfen, um für ein kontinuierliches Förderangebot zu sorgen.“ 

Die Biofach findet vom 15. bis 18 Februar in Nürnberg statt. (ad)