BDM kritisiert Preissenkung bei Milch

[01.11.2011]


Hans Fodenauer und Romuald Schaber In der jüngsten Verhandlungsrunde zwischen Handel und Molkereien konnten sich die Supermärkte offenbar wieder zu ihren Gunsten durchsetzen. Die Preise für Trinkmilch sollen um 2 bis 2,5 Cent je Liter sinken. Auch Quark soll weniger erlösen, teilt der BDM mit. Inwieweit der Handel dies an die Verbraucher weitergibt, bleibt abzuwarten.

„Es gibt auf dem Markt ein Überangebot an Milch. Das konnte der Handel bei den Verhandlungen natürlich nutzen“, sagte BDM-Sprecher Hans Foldenauer der dpa. Unklar sei noch, ob sich der Abschluss auch auf andere Produkte wie Käse, Butter oder Sahne auswirke.
 
Die Milchbauern erhielten von den Molkereien zurzeit durchschnittlich 34 Cent je Liter Milch. „Um voll kostendeckend zu arbeiten, bräuchten wir eigentlich zehn Cent mehr“, sagte Foldenauer. Die Futter- und Energiekosten seien stark gestiegen und belasteten die Erträge der Landwirte. (ad)

Mehr:
Trinkmilch-Kontrakte enttäuschen erneut (28.10.2011)
 

Leserkommentare

7 Kommentar(e)
  • Taktische Finessen nicht ausgeschlossen.

    [02.11.2011]

    Es ist bei den Milcherzeugern kein Geheimnis, dass es bei der zukünftigen Strategie, auf dem Molkereisektor, zwei grundsätzlich verschiedene Richtungen gibt. Die eine Seite möchte auch weiterhin den Milchbauern die Option lassen ihre Molkerei wechseln zu können und dadurch den Wettbewerb um die Milch erhalten. Die andere Seite kann es nicht abwarten, dass der Strukturwandel, auch bei den Molkereien, sich beschleunigt. Wenn nun etliche kleinere Molkereien ihren Schwerpunkt im Trinkmilchbereich haben und auf angemessene Abschlüsse angewiesen sind, dann haben jedoch die Global-Player evtl. eine andere Position. Fazit: je schlechter die Abschlüsse im Trinkmilchbereich desto eher können die Übernahmen durchgeführt werden.

    von Dieter Müller

  • Biogasrat: "Energiepflanzen nicht schuld an höheren Preisen!"

    [01.11.2011]

    http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Biogasrat-Energiepflanzen-nicht-schuld-an-hoeheren-Preisen-501397.html Zitat: Die Biogaserzeugung kann regional Einkommen und Beschäftigung sichern und die Entwicklung des ländlichen Raums fördern. Dabei steht sie nicht in Widerspruch zur ursprünglichen landwirtschaftlichen Produktion und wirkt sich weder flächendeckend negativ auf die Pachtaufwendungen noch auf die Lebensmittelpreise aus. Zu diesem Schluss kommt der Biogasrat in seiner neuen Studie „Biogas und Landwirtschaft“./Zitat Was? Keine höheren Pachtpreise durch Biogas? Na dann...

    von detmarkleensang

  • Nicht nervös werden ..

    [01.11.2011]

    .. und gleich von schlechten "Sil" sprechen, vor allem, wenn es nicht zur Sache beiträgt. Mich ärgert es auch, daß anscheinend wieder jemand von den Molkereien eingebrochen ist bei den Verhandlungen. Aber es wundert mich auch bei der obigen Meldung (wenn sie so stimmt), daß F. sen. (das zu Recht) über unsere hohen Kosten jammert und F. jun. bei einem anderen TA-Treff (Biogas) nachgesagt wird, mit "1070 €/ha wieder eine neue Runde eingeläutet" zu haben. Da wäre mal ein kleiner Arbeitskreis fällig! WH

    von wolfgangheinrich

  • Dienlicher...

    [01.11.2011]

    ... wäre ein Kommentar von foldenauer zum Sachverhalt gewesen anstatt einem nutzlosen Geplänkel mit der Redaktion.

    von sebontch

  • Dienlicher ...

    [01.11.2011]

    von sebontch

  • Schlechter Sil

    [01.11.2011]

    Es gibt nicht eine Meldung des BDM, in der er eine Milchpreissenkung mitteilt, weder schriftlich noch mündlich. Es wurde bezugnehmend auf eine topagrar-Meldung nach den Gründen für eine eventuelle Senkung der Trinkmilchpreise nachgefragt. Wenn togagrar online andere Medien als Grundlage für seine Berichterstattung nimmt, sollte sich nicht wundern, wenn er in seinen Darstellungen falsch liegt. Momentan hat das bei top agrar wieder Hochkonjunktur, schon letzte Woche mußte ein Bericht mit dem BDM als Angesprochenen schnell verändert werden. Noch schlechter ist der Stil, wenn von der topagrar-Redaktion auf Nachfrage diese Antwort sogar schon vorliegt und trotzdem wird veröffentlicht. Was anderes kann man scheinbar aber nicht erwarten..

    von foldenauer

  • Zu spät...

    [01.11.2011]

    ...aufgewacht ist der BDM!! Wo waren seine Aktivitäten vor dem Beginn der Kontraktverhandlungen?? Ein Aufruf an alle Milcherzeuger, Quotendisziplin ein zu halten und damit den Mengendruck mehr als deutlich zu reduzieren, kam nicht, auch nicht vom BDM!! Über das Ergebnis braucht man sich deshalb nicht wundern!

    von sebontch

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