[14.09.2012]
Holger Sticht
Holger Sticht vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat der Jägerschaft unterstellt, die heimischen Reh- und Wildschweinbestände nicht regulieren zu können. Zudem behauptet Sticht im Namen des BUND, die Jagd schade der Land- und Fortwirtschaft.
„Wer soll diesen selbsternannten Jagdexperten noch Glauben schenken?“ fragt jetzt der Landesjagdverband (LJV) NRW verärgert. Er bedauert, dass die Organisation erneut tatsachenfreie Klischees einer sachlichen Diskussion vorzieht.
Die Behauptung fällt laut dem Jagdverband genau in eine Zeit, in der das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW der Jägerschaft ausdrücklich für ihr großes Engagement bei der erfolgreichen Bekämpfung der klassischen Schweinepest bei Wildschweinen in den vergangenen Jahren gedankt hat. Die Jäger hatten seit 2009 aktiv Impfköder ausgebracht und die Wildschweinbestände intensiv bejagt. Die Seuche kam innerhalb weniger Monate zum Erliegen. Jetzt konnten die Schutzmaßnahmen gemäß den EU-Vorgaben aufgehoben werden.
Der LJV hält es zudem für völlig verantwortungslos, dass der BUND meint, die Jagd fördere Schäden in der Land- und Forstwirtschaft anstatt sie zu reduzieren. Dies stehe im Widerspruch zu allen praktischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Praxis. Auch neueste Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft“ unter Beteiligung des Bundesagrarministeriums ignoriere der BUND.
Mit der Behauptung, Jagd sei kein Naturschutz, widerspreche der BUND schon alleine der aktuellen Rechtslage, denn auch der Deutsche Jagdschutzverband ist ein anerkannter Naturschutzverband. Auch gemäß internationaler Konventionen (Rio 1992 und Amman 2000) ist die nachhaltige Jagd als eine Form des Naturschutzes anerkannt.
Und weiter schreibt der Jagdverband in seinem Protestbrief: „Natürlich gilt die Bejagung von Fuchs, Steinmarder, Iltis, Waschbär und anderen Beutegreifern als aktiver Natur- und Artenschutz. Selbst der NABU als weiterer anerkannter Naturschutzverband betreibt auf einigen der von ihm betreuten Naturschutzgebiete aktiv die Fallenjagd auf Fuchs, Marder und Co. Zuletzt hatte der Vorsitzende des NABU Sachsen-Anhalt die intensive Fallenjagd auf den Mink gefordert.“ (ad)
Leserkommentare
Kommentar von Jochen Dettmer, BUND-Sprecher
[21.09.2012]
„Die von Holger Sticht vertretene Meinung, dass Jäger keine Wildbestände regulieren können, ist keine beschlossene Meinung des BUND-Bundesverbandes, sondern eine Meinung, die Herr Sticht in seiner Funktion als stellv. Landesvorsitzender für den BUND Landesverband NRW abgegeben hat. Im BUND-Bundesverband wird momentan eine Position zum Thema Jagd erarbeitet. Als Sprecher des BUND Arbeitskreises Landwirtschaft und aktiver Bauer habe ich persönlich eine andere Einschätzung. Ich meine, dass Jäger sehr wohl Wildbestände regulieren können und auch Schäden in der Land- und Forstwirtschaft abwenden können. Dennoch sollte es erlaubt sein, offen und sachlich über mögliche Änderungen im Bundesjagdgesetz nachzudenken. Gez. Jochen Dettmer"
von adeter
BUND Thema Jagd
[17.09.2012]
Wen Herr Stich meint die Jäger könnten nicht Jagen so muss ich als Schadensschätzer fragen wer dann die Wildschäden, die auf uns zukommen in zukunft begleicht ???? Und sie auch in einem erträglichen Maß hält durch den abschuß von den Schwarzkitteln!! Wenn nicht die Jägerschaft, er etwa vom Schreibtisch aus??? Von tomtom
von tomtom
Grüne,also der Staat sollen Jagdpacht zahlen,da der WolfWild frißt
[16.09.2012]
Erst wenn die Wölfe die ersten Menschen anfallen wird man zur Vernunft kommen.Die sogenannte Sozialpflichtigkeit des Grundstückeigentümers,wird von dieser Gesellschaft schamlos ausgenutzt.Der Jäger zahlt jetzt die Pacht und die Wölfe fressen das Wild.Hier ist es fast wie im Kommunismus. Vom Wolf gehetztes Wild-wo sind denn hier die Tierschützer.
von schuenemann
Die Blauen Jäger sind nicht die Mehrheit
[14.09.2012]
Nun wer mehr Wildschweine oder Hirsche hölt hat sie meist in Gehege eingespert.Die Blaublütigen haben meist Eigenjagden, große Waldgebiete die dies ohne Gefahr für andere Zulassen. Ob das die hohe Form der Jagdausübung dastellt ist eine andere Frage. Das sollten auch höherer Wildschadenzahlingen an Landwirte sein wenn der Nachgewiesenermassen durch höhere Wildzahlen der Schaden entsteht!!!
von elinge
Wo die ordentlich
[14.09.2012]
die Jagd ordentlich durchgeführt wird funktioniert das sehr gut, wie der BUND zu solche Aussagen kommt verstehe ich nicht.
von ramsdorf
landfürst
[14.09.2012]
ich glaube der landfürst wäre auch gerne adlig.ist er aber nicht, und darum muss er jetzt über alles und alle herziehen .solche aussagen helfen der landwirtschaft nicht weiter.da spricht nur noch frust und neid,beschämend!
von juerg1962
BUND hat teilweise recht
[14.09.2012]
Das Problem in der Jägeschaft sind oftmaLS reiche, teils von blauen Geblüt, teils stinkreicher Geldadel, die hochherrschaftliche Jagen wie es ihnen gefällt. In ihren Revieren kannman von Wildpuffs sprechen, weil es eine zu große Polpulation gibt, dami der hochherrschaftlichen Herren und Damen und "Jagdglück" haben. Die Jägerschaft sollte diese faulen eier, die oftmals bekannt sind aussortieren und an Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Sollte die Schweinepest nach Deutschland kommen und mit den hohen wildschweinbeständen ein Zusammenhang bestehen, dann werde ich, und das sollten viele Betroffene dann tun,. Strafanzeige gegen Personen der Jagdaufsichtsbehörden und einzelnen Jagdfreunden stellen. Alles andere verstehen die Jungs nicht mehr, da mu
von landfuerst
Genau
[14.09.2012]
Und deshalb brauchen wir Luchs,Wölfe und Puma.Daß ist der eigendliche Grund "warum" die Jäger das angeblich nicht können!!!!
von elinge
Genau
[14.09.2012]
Und deshalb brauchen wir Luchs,Wölfe und Puma.Daß ist der eigendliche Grund "warum" die Jäger das angeblich nicht können!!!!
von elinge
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