Bauern protestieren vor Agrarministerkonferenz gegen Stilllegung

[28.09.2012]


Vizepräsident Klaus Mugele vor einem Protestplakat Vizepräsident Klaus Mugele vor einem Protestplakat Gegen die von der EU-Kommission geplante Ausweisung von 7 % der Ackerfläche als ökologische Vorrangflächen auf jedem Betrieb hat der Landesbauernverband in Baden-Württemberg (LBV) gestern vor der Agrarministerkonferenz in Schöntal protestiert. „Dieses Vorhaben ist unangebracht und bei rund 1 Mrd. hungernder Menschen auf der Erde völlig unverständlich. Wir Landwirte möchten unseren Teil zur Welternährung beitragen und nicht zwangsweise Flächen stilllegen“, erklärte LBV-Vizepräsident Klaus Mugele.
 
Die strikte Einhaltung zahlreicher – und in Deutschland besonders hoher – Auflagen in den Bereichen Natur-, Umwelt- und Tierschutz sowie der Lebensmittelhygiene sei schon seit Jahren Voraussetzung für den Erhalt landwirtschaftlicher Ausgleichszahlungen. Weitere und zusätzliche Auflagen, wie sie von der Kommission im sogenannten „Greening“ vorgesehen sind, müssten daher so gestaltet sein, dass sie einerseits die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe im globalen Wettbewerb nicht untergraben, andererseits aber auch den Anforderungen an Natur- und Umweltschutz wirklich gerecht werden.
 
Dazu gehören laut Mugele z.B. moderne technische Produktionsverfahren wie der Einsatz von Global Positioning System (GPS) zur Dünge- und Pflanzenschutzoptimierung im Ackerbau. Ebenso seien bereits bestehende und von den Betrieben mit hohem Engagement umgesetzte Agrarumweltprogramme für das Greening anzuerkennen. Deshalb müsse der Berufsstand das EU-Parlament und den Agrarministerrat überzeugen, den Greening-Vorschlag nochmals grundlegend zu überarbeiten, betonte der Vizepräsident.
 
„Die Belange unserer deutschen Landwirtschaft müssen in der Agrarpolitik der EU besser berücksichtigt werden“, kritisierte Mugele weiter. Er sieht dabei sowohl Bundesagrarministerin Ilse Aigner als auch den baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Alexander Bonde in der Pflicht. „Wir brauchen nicht noch zusätzliche Verbote und Reglementierungen. Wir brauchen Unterstützung, um unsere Land- und Forstwirtschaft im Wettbewerb zu stärken“, erklärte er. (ad)

Mehr von der Konferenz:
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Leserkommentare

27 Kommentar(e)
  • Von weltfremden Träumern

    [01.10.2012]

    Natürlich braucht sich niemand von uns irgendeine Milch- oder sonstige Agrarpolitik aufzwingen lassen. Man hat jederzeit die unternehmerische Freiheit, dies zu tun oder zu lassen. Und zu unserem "freien Markt" gehören die Biogaser mittlerweile auch dazu. Auch die bewegen sich auf dem Markt, wie er von der Politik geregelt wird. So wie rentabel wirtschaftende Betriebe der Logik folgend genügend Kapital haben müssten, um einem Flächenrückgang entgegen wirken zu können. Wer rentabel wirtschaftet ist doch nicht gezwungen, Land abzugeben oder an höher bietende zu verlieren. Ja, die Quote läuft 2015 aus. Nach derzeitigem Meinungsbild. Fakt ist, dass es keinen Beschluss dazu gibt, da dieser rechtsbindend erst am Stichtag gefällt werden kann!

    von detmarkleensang

  • Möchte gern Politiker

    [01.10.2012]

    Die Quote läuft 2015 aus.Das ist Fakt.Die Pachtpreise explodieren,rentabel wirtschaftende Betriebe haben Flächenrückgänge zu verzeichnen. Nicht der freie Markt vernichtet die Betriebe sondern die Biogaser.

    von

  • Na was haltet ihr von Biodieversität????

    [30.09.2012]

    Nun die Artenvielfalt in der Eu ist seit Jahren auf dem Rückzug.Woran liegt das???Liegt das das wir immer Effizienter werden??? Wie kommen immer höhere Milchleistung,höhere Zunahmen,höhere....zustanden??? Mit diesen Höchstleistungen muß die Natur mitspielen und die wird wenn Höchstleistung verlangt wird an den Rand gedückt wird. Eine Milchkuh muß 10.000 Liter Milch geben. Die werden auch noch besser in den größeren Betriebe erreicht.Und wieso weil gerade DIE der Natur der wenigsten Raum lassen. Da es billiger ist eine 10.000 Liter Kuh zu halten. Nun die heutigen Grundkosten liegen schon bei 8000 Liter. Das heißt jeder muß sich dem Diktat der Höchstleistung unterwerfen.Die Fläche wird auch immer kleiner weil unsere Maschinen immer schneller

    von elinge

  • Sinn der Demonstation

    [30.09.2012]

    Wir sollten mal genau überlegen, wo eigentlich die Grundprobleme "unserer" Flächen liegt. Zum einen die Abhängigkeit von Pachtflächen, bei der logischerweise der Pächter und Besitzer die Vergabe zu einem für ihn möglichst besten Preis regelt. Zum einen von der in den letzten Jahrzehnten immer stärkeren Markt- und Preisabkoppelung der Bauern, die durch Subventionen mehr recht als schlecht für den Durchschnittsbetrieb ersetzt wurde. Das bei Steuergeldern auch andere mitreden wollen, ist logisch, aber führt dann zu Wehgeschrei. Hier macht die Demo der Milchbauern für eine Systemänderung hin zu Vollkosten deckenden Milchpreisen Sinn, um sich von derartigen Abhängigkeiten zu lösen.

    von Doris Peitinger

  • [30.09.2012]

    um auf den einseitigen ta bericht zurückzukommen,halte ich es für bedauerlich ,dass milch-,acker,-u.biogasbauern noch nichts auf einen nenner gebracht haben,um rücksichtslosen wettbewerb und weltmarktträume zu überwinden.wenn industrielle bauern eines tages städt.vorgärten pflügen,dann müssen wir spätestens erkennen,dass DE nicht die ganze welt ernähren kann-so schön das auch wäre.brauchen wir mehr land oder auch mehr erlös?anstatt zu kämpfen und die gegensätze grösser werden zu lassen,wäre es wünschenswert,dass sich Herr Ruckwied aus dem elitären kreis herrab begibt ,um die interessen aller bauern zu vetreten.oder ist das tatsächlich unmöglich geworden?die nächste agrarministerkonferenz kommt bestimmt.herzlichst

    von heike comeback

  • Muss der BDM immer das letzte Wort haben??

    [30.09.2012]

    Wer behauptet Greening sei keine Stillegung, bewegt sich Richtung Märchenwelt. Wenn 10t Weizen 100% sind,nach Greening aber nur 8t geerntet werden, dann sind 20% Produktionskapazität STILLGELEGT!Ich kann allerdings den Frust über die Arbeitsweise des BV, bestens nachvollziehen.Die lassen eineSWR betriebene Diffamierung der Tierhalter einfach unkommentiert.Was bringt es wenn Sauenhalter in Gruppenhaltung investieren-der SWR aber Bilder aus dem Archiv zeigt. Wir sollten das www intelligent nutzen um Politiker und Funktionäre "Beine zu machen".Auch um d. wilde Wachsen u.Weichen z.stoppen

    von

  • Lindemann und Ehrlichkeit,Fremdworte des Herrn Kleensang

    [29.09.2012]

    JETZT erfüllt der Lindemann BDM Forderungen mit dem Marktstrukturgesetz,sprich Doppelmitgliedschaft.Dann könnte das "Milchboard" auch aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden.Er hat auch praxistaugliche Forderungen übers Greening unterbreitet.Jetzt hätte wir mal gemeinsame Positionen die ALLE Betriebe betreffen.

    von

  • Aber nein!!! Der Wiesenhof gehört weiter nach oben!

    [29.09.2012]

    Mehr Ehrlichkeit wäre in einer sich immer weiter verschärfenden Diskussion nötig. Von unten wie von ganz oben muss diese Ehrlichkeit kommen. Wenn man miteinander diskutieren und die Dinge in unserem Sinne befördern möchte, dann muss man über die tatsächlichen Dinge reden und nicht über etwas, dass man sich ausdenkt, weil es so vielleicht mehr wahrgenommen wird von der Öffentlichkeit und den eigenen Leuten. - Und uns wird allen, nicht nur den Bauern, alles mögliche vorgeschrieben! War immer und wird immer sein. Wir müssen nur aktiv etwas dafür tun, dass wir nicht komplett übergangen werden dabei! Und da reicht es nicht, einfach nur _dagegen_ zu sein! Da muss man sagen: Wenn ihr DAS wollt, dann geht das nur SO! Mit uns! Nicht gegen uns!

    von detmarkleensang

  • All the farmers and lifestock-keepers are soldiers in the army of the lord

    [29.09.2012]

    und wir bringen nicht mal nen gemeinsamen mini-Woodstock ihn. Einfach peinlich! Ja, ja, der Wiesenhof khört in die Klapse!

    von massa04

  • Erst mal dagegen sein!

    [29.09.2012]

    Der Bauernverband sollte mitreden und Vorschläge erarbeiten! Was macht er? "Wir sind dagegen!" Immer die gleiche Leier. Ich verstehe nicht,warum nicht mehr Druck von unten kommt. Egal um welche Thematik es geht,immer dasselbe.

    von rita#001

  • [29.09.2012]

    In einer Situation, wo Milchviehhalter bundesweit über steigende Pachten klagen, genauso wie ihre Kollegen vom Ackerbau, ist es kontraproduktiv, Fläche extensivieren oder stilllegen zu wollen. Lieber verzichte ich auf die Prämie, als dass ich mich von der grünen Mainstreamfraktion vorschreiben lasse, was ich auf meine Böden zu tun habe. Wir akzeptieren das Pflanzenschutzgesetz, die Düngeverordnung, den Tierschutz, die WRRL, wir wollen niemand schädigen, aber über unseren Boden bestimmen wir selber! Und noch was: Wenn diese Neiddiskussion nicht endet, dann geht der DBV kaputt, der BDM, mag ja vielen egal sein, aber die Ehre, ein Bauer zu sein ist nicht mehr einen Heller wert. Hört nicht auf die Scharfmacher!

    von massa04

  • Verschärfung von Pachtsituation?

    [29.09.2012]

    von massa04

  • Lügen von Stilllegung

    [29.09.2012]

    Wer glaubt tatsächlich noch diesen ewigen Lügen von der Stilllegung, so wie sie vom DBV noch immer verbreitet werden ohne mal an ein Dementi und eine sachgerechte Formulierung der Fakten zu denken? Das stete Wiederholen von solchen Falschaussagen scheint bei einigen doch wirklich zu fruchten. Motto: steter Tropfen höhlt den Stein. Man muss Blödsinn nur oft genug wiederholen, irgendwann glauben Leute das schon. Dann seht doch mal in die bisherigen Entwürfe von der EU-KOM hinein! Zum Ns-Minister Lindemann ist zu sagen, dass er einige gute Punkte auf der Liste hat. Beim Thema Tierschutz aber übertrifft er jeden noch so grünen Hardliner um Längen. Das wird uns allen noch sehr teuer kommen, wenn davon auch nur die Hälfte umgesetzt werden soll!

    von detmarkleensang

  • unötige Feindbilder

    [29.09.2012]

    Bonde ist eine Grüner Minister aus BW. Lindemann ist niedersächsischer LW Minister. sagt:Die 7% Forderung zur Ökologisierung der Fläche komme einer Zwangstillegung gleich.Die bei weltweiter Nachfrage nicht in die heutige Zeit paßt.Er ist froh das die niedersächsische Forderung einer Anrechnung von Landschaftelementen von den anderen Ländern mitgetragen wird.Des weiteren fordert er eine Praxisgerechte Umsetzung des Greenings. In punkto Marktstruktur Gesetzt vertritt er den Standpunkt das Doppelmitgliedschaften von Genossen weiterhin möglich seien.Es sollen auch Möglichkeiten geschaffen werden um eine Bildung von transnationaler Erzeugerorganisationen verwaltungsrechtlich zu ermöglichen.

    von

  • top agrar Heft 10 Seite 14 lesen!!!

    [28.09.2012]

    Dr. Georg Häusler, Kabinettchef von Ciolos sagt:"50% der EU-Agrarflächen sind zum Teil stark geschädigt" weiter heißt es, dass noch völlig unklar ist, was auf den 7% angebaut werden darf und wie intensiv. Ich denke die Flächen in Deutschland sind überhaupt nicht geschädigt. Also "Finger weg!", EU.

    von

  • Hier werden nur wieder unnötige Feindbilder vom DBV aufgebaut um andere Themen nicht anfassen zu müssen

    [28.09.2012]

    Pressemitteilung Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung vom 28.09.12: **** Die EU-Kommission hat darüber hinaus angedeutet, dass sie über den Wunsch der deutschen Agrarminister nachdenkt, auch den Anbau von Eiweißpflanzen hierfür (Anmerkung: "Ökologische Vorrangflächen) anzurechnen“, so Bonde. Der Minister äußerte großes Unverständnis darüber, dass trotz mehrfacher Klarstellung der Europäischen Kommission einzelne Lobbygruppen immer noch behaupten würden, dass eine Stilllegung von Flächen geplant sei. „Hier wird ein Kampf gegen potemkinsche Dörfer geführt, der letztlich der gesamten Branche schadet“, so Bonde.

    von helmut_ehrlicher

  • Nur mal kurz klargestellt wer hier von wem enttäuscht ist

    [28.09.2012]

    Nein, lieber Willi, wir sind weiterhin sehr enttäuscht vom DBV. Dieser hat immer noch seine Bringschuld nicht abgeliefert. Vertrauensbildende Maßnahmen? Fehlanzeige! Für die Bauern einzustehen und dies auch öffentlich so zu praktizieren, dass die Bauern wieder erreicht und emotional mitgenommen werden, dass würde uns allen helfen. Stattdessen wird weiter ein Feindbild aufgebaut, welches keines ist (siehe Kommentar hier drüber). Die Möglichkeit deinen Anschubversuchen zur Annäherung der DBV-Spitze mit den Milchbauern nachzukommen, hätte in Schöntal nicht besser sein können. Aber selbst die armen 7 BV-Leutchen werden (wie die Milchbauern seit Jahren schon) gnadenlos von der DBV-Führung im Stich gelassen. Kein Rukwied, keine Annäherung.

    von helmut_ehrlicher

  • Bin enttäuscht von Euch

    [28.09.2012]

    Wir im Rheintal werden immer flächenknapper. Gewerbegebiete, Fernstraßen, ICE-Trassen, Umgehungsstraßen, naturschutzrechtl. Ausgleich bringen uns erfolgreiche Betriebe an den Rand! Wir haben in diesem Ballungsraum keine Absatzsorgen, sind breit aufgestellt, haben motivierte Jugend, tauschen miteinander, stehen füreinander ein und jetzt gehts schon wieder los mit Ackerbauern gegen Milchviehhalter. Lasst uns entweder auf den "Greening-Flächen" NAWAROS anbauen oder Eiweißfuttermittel oder zahlt für die, die flächenknapp sind nur 200 € Prämie und leitet die freiwerdenden Gelder in die benacht. Gebiete oder den Biosektor um. Flächenprämien sind keine Subventionen für die Bauern, sond. für Verbraucher. Unsere Nahrungsmittel Inflationsbremse Nr. 1

    von massa04

  • Uns gehören doch die Flächen schon lang nicht mehr!

    [28.09.2012]

    Was glaubt ihr wieso der der Verband der Grundbesitzer beim BV hockt und wieso es von der EU nur Geld für ha gibt? Die größten Flächenbesitzer sind Kirche Staat und blaues Blut. Und die kontrollieren uns ja recht "demokratisch". Die halten uns die Subventionen vor (wir kriegen ja auch was ab- aber nur die Ackerbauern) und wissen genau das das Geld der Pachtflächen zu einem hohen Prozentsatz an die Eigentümer durchgereicht wird. Geld für Ak/h wie in jedem anderen Betrieb wäre wesentlich gerechter.

    von Ghostbusters

  • Gemeinsam auftreten, gemeinsame Positionen vertreten. Was der Bauernverband grad so treibt ist mehr als peinlich

    [28.09.2012]

    Hätten si´ch die 7 Figuren in den Klosterhof zu den andern 300 gestellt, hätten sie dort auch gemeinsam mit den Milchbauern gegen Flächenstillegung protestieren können. Leider ist es kein ansinnen der DBV Spitze die berechtigten Interessen der Milcherzeuger nach marktgleichgewicht auch nur im geringsten zu unterstützen. Die Diskussion im Forum, die Einladung eines DBV Kreisvorsitzenden, Ruckwied solle endlich das Gespräch mit den Milcherzeugern suchen, . Mein Fazit,der DBV spielt sein Spielchen, und führt die Bauern mit TA berichterstattung an der Nase herum. Im übrigen, wenn aus dem gesamten Bundesgebiet Milchbauern anreisen, ist es nur peinlich für den neuen Präsidenten, wenn er nur 20km weg von daheim die 7 Fahnenträger allein stehen läs

    von Hardthof

  • Die Fläche ist nicht der entscheidende Faktor!

    [28.09.2012]

    Die entscheidenden Faktoren sind aus dieser Sicht allenfalls die EIGENTUMSVERHÄLTNISSE der Fläche! Wer auf Pacht setzt hat keinen Einfluss auf "seine" Bewirtschaftungsfläche. Schnell ist sie weg, ohne das man etwas dagegen tun könnte. Wer Eigentum hat, der kann entscheiden, was auf seiner Fläche passiert. Aber um Flächen in Eigentum zu überführen, dafür reichen die Gewinne in der Landwirtschaft, auch in der Milcherzeugung, schon lange nicht mehr. Also: Marktteilnahme inclusive der Möglichkeit, mindestens kostendeckende Preise aushandeln und erzielen zu können fordern! Dann ist der Erhalt der Pachtsituation gegen Stilllegungen und andere Einflüsse nur ein Nebenschauplatz, um von den eigentlichen Themen abzulenken!

    von detmarkleensang

  • Kreative Berichterstattung

    [28.09.2012]

    Hier zeigt sich mal wieder die kreative Berichterstattung von TA. Einigen wenigen Demonstranten wird eine große Plattform bereitet, während hunderten, für eine Systemänderung demonstrierenden Milcherzeugern, keine einzige Zeile gewidmet wird. Weil natürlich eine Änderung des Systems, hin zu kostendeckenden Preisen, nicht erwünscht ist. Wenn jemand der Kommentarschreiber davon ausgeht, dass es bei der Demonstration der Milchbauern nur darum geht, mal bei absolut schlechten Milchpreisen aufzulaufen, der hat mit seinem schlichten Gemüt leider die gesamte Tragweite nicht begriffen.

    von Doris Peitinger

  • Demos

    [28.09.2012]

    Es wäre sinnvoll wenn der Landesverband und der Sparten Verband BDM mal was gemeinsames auf dien Beine gestellt hätten.Als immer nur gegen den DBV zu schießen. Es entsteht der Eindruck das sie von dem Dilemma was beim BDM herrscht ablenken wollen.

    von

  • Jenseits des Begreifbaren - Oder wie man die Bauern in einer Art "Truman Show" sehenden Auges am Nasenring vorführt

    [28.09.2012]

    Mir kommt es vor als existiere die ständig unkorrekterweise vom DBV betitelte "Stilllegung" der ökologischen Vorrangflächen nur, damit innerhalb und außerhalb des DBV nicht soviel über die grundsätzlichen Probleme z.B. der "modernen Tierhaltung" oder Zuckerrübenquote Ja, Milchquote Nein diskutiert werden muß. Ein Schelm der Böses dabei denkt, dass man seitens der Politik ein Feindbild extra für den Bauernverband und die nationale Politik aufgebaut hat, woran sie sich medienwirksam abarbeiten können. Und am Ende kommt dann die große Einsicht, das Nahrungsmittel knapp sind und man besser darauf verzichtet. Alle feiern.

    von helmut_ehrlicher

  • [28.09.2012]

    Wenn es tatsächlich nur 7 waren, ist das schon etwas peinlich. Die Forderung auf diese Stillegung zu verzichten ist aber mehr als gerechtfertigt.

    von preuße

  • Großdemonstration ???

    [28.09.2012]

    Kurz vor 10 Uhr gestern war ich da und habe mit einem der 7 gesprochen. Der meinte, es würden gegen 11 Uhr wohl noch mehr kommen. Um halb zwölf war ich noch mal da und da waren es immer noch 7. Ein paar Stunden später waren es noch genau: Null! Ziemlich viel Aufwand für einen kurzen Fernsehbericht und diesen ausführlichen Artikel. Schön, wenn man auch mal miterlebt, was tatsächlich hinter so vielen großen Worten steht...

    von detmarkleensang

  • Großdemonstration !!!!

    [28.09.2012]

    Bei meiner Anreise nach Schöntal fuhr ich an dem Wiesengrundstück auf dem der Landesbauernverband seine Kundgebung abhielt vorbei und hielt kurz an.Beschämend für den Verband war daß nur 7 Personen an der Demonstration teilnahmen und davon waren 2 Pressevertreter.Der Richtige Schritt wäre gewsen wenn diese Funktionäre und Geschäftsführer mit uns Milchbauern für gerechte Preise gekämpft hätten.Im Bauernverband hat mann aber die Milchpolitik gan Abgeschrieben.

    von klauspfeifer

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