Biodiesel-Unterkompensation von 15 Cent

[11.01.2010]


UFOP

Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) geht weiterhin davon aus, dass die in Deutschland gewährte Steuerermäßigung für Biodiesel nicht für eine wettbewerbsfähige Produktion des Methylesters ausreicht. Laut eigenen Berechnungen, die der Verband am vergangenen Freitag vorstellte, betrugen der Preisunterschied und damit die Unterkompensation für den Rapssprit im zweiten Halbjahr 2009 rund 15 Cent/l; das waren 3 Cent mehr als im ersten Halbjahr.

Dabei legt die UFOP einen Dieselpreis von 0,92 Euro zugrunde. In den theoretischen Biodiesel- Preis wurden ein notwendiger Kaufanreiz für den umweltfreundlichen Sprit in Höhe von 5 Cent, ein technischer Mehraufwand aufgrund verkürzter Ölwechselintervalle von 3 Cent und ein Mehrverbrauch von Biodiesel gegenüber konventionellem Sprit aufgrund des geringeren Energiegehaltes in Höhe von 5 Cent einbezogen. Die Erhebungen der UFOP beziehen sich auf sogenannte nicht-integrierte Anlagen, die lediglich über die Veresterungsanlagen, aber nicht über eine Ölmühle verfügen. Die im vergangenen Jahr vom Bundestag beschlossene Besserstellung der Steuerbegünstigung um 3 Cent/l habe sich bisher im Absatz nicht bemerkbar gemacht, erklärte die UFOP zum Marktumfeld.

Von Januar bis Oktober 2009 sei ein Absatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 500 000 t festzustellen. Die Erhöhung der Beimischung von 5 % auf 7 % habe den Mengenrückgang beim Biodiesel als Reinkraftstoff nicht kompensieren können. Diese Rückgänge beziffert die UFOP beim reinen Biodiesel auf 79 % sowie beim Pflanzenölkraftstoff auf 75 %. In Erwartung einer sich für 2010 belebenden Konjunktur fordert die UFOP eine Nachbesserung bei der steuerlichen Förderung von Biodiesel und Pflanzenölkraftstoff.

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