[02.02.2012]
Die intensive Tierhaltung sei in den ehemaligen Ostblockländern bereits weit verbreitet; die niederländische Regierung habe dort vorwiegend die Modernisierung von Stallgebäuden und die Personalausbildung unterstützt, räumte der Staatssekretär ein. Ob die industrielle Tierproduktion dort weiter Bestand haben solle oder nicht, müssten aber die jeweiligen Regierungen entscheiden.
Bleker stimmte der Forderung der Tierschutzorganisation zu, dass der niederländische Staat keine Investitionen in Produktionsanlagen unterstützen dürfe, die nicht den niederländischen oder den europäischen gesetzlichen Vorgaben entsprächen. Dies werde im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für Förderanträge überprüft.
Die übrigen Schlussfolgerungen von Wakker Dier seien allerdings realitätsfern: Beispielsweise sei nicht wahr, dass Dutzende Millionen Euro pro Jahr in mittel- und osteuropäische Tierhaltungsprojekte geflossen seien; in den Jahren 1990 bis einschließlich 2008 sei lediglich ein Gesamtbetrag von 39 Mio Euro für diesen Zweck ausgeben worden. Außerdem habe die Regierung damit nicht die ausländische Konkurrenz zu Lasten der heimischen Landwirte gestärkt, sondern die regionale Wirtschaft sowie die dortige Wettbewerbsposition des niederländischen Agribusiness.
Bleker trat auch dem Vorwurf entgegen, dass als Folge der staatlichen Förderung die ausländischen lokalen Märkte gestört worden seien. Vielmehr würden die niederländischen Hilfen in den betreffenden Ländern den Übergang zur Marktwirtschaft begünstigen. (AgE)
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Leserkommentare
Tja, Herr Bleker,
[02.02.2012]
unter welche Kathegorie fallen dann die Millionen, die niederländische Schweine- und Hähnchenmäster erhalten, wenn sie ihren Betrieb in den Niederlanden aufgeben? Und dann mit diesem Geld zur "Entwicklungshilfe" u.a. nach Deutschland gehen, da ihnen dort die Umweltauflagen besser passen?
von Doris Peitinger
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