Bundeskanzlerin würdigt Sonnleitner

[10.09.2012]


sonnleitner Gerd Sonnleitner Bleibende Verdienste um die deutsche und europäische Landwirtschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)  dem Ehrenpräsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, bescheinigt. Sonnleitner habe maßgeblich dazu beigetragen, die Betriebe „von der staatlichen Bevormundung in die unternehmerische Freiheit“ zu führen, sagte die Kanzlerin bei einem Festakt zu dessen offizieller Verabschiedung vergangene Woche im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums in Berlin.

Auf diesem „steinigen Weg zu mehr Marktorientierung“ habe Sonnleitner stets über den bayerischen und deutschen Tellerrand hinausgesehen. Dabei habe er es geschafft, die unterschiedlichen Interessen innerhalb der deutschen Landwirtschaft „unter einen Hut zu bringen“. Gleichzeitig würdigte die Kanzlerin ebenso wie der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Joseph Daul, das Wirken Sonnleitners auf europäischer Ebene. Sein Bekenntnis zur europäischen Einigung wirke über den Agrarbereich hinaus.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse  Aigner bezeichnete Sonnleitner anlässlich der Verabschiedung als „kämpferischen Bauernpräsidenten“, der sich mit großer Fachkunde und ganzer Kraft für seinen Verband engagiert habe. Ihre Diskussionen mit Sonnleitner seien immer geprägt gewesen von Fairness und gegenseitigem Respekt, „auch wenn wir natürlich nicht immer einer Meinung sein konnten.“

Leserkommentare

5 Kommentar(e)
  • Er hat sie verdient

    [11.09.2012]

    Ehrlicher:Der sonnleitner hat mehr für die Bauern getan als der BDM.Wenn ich bei mir die Pachtsteigerungen anschaue die von BDM Mitgliedern verursacht worden ist.Jeder hat die Landwirtschaft in den markt geführt.Übrigens der Punkt wir haben kein Mitsprache Recht auf dem Markt ist falsch.Wenn zuviel Milch da ist soll man nicht auf Teufel komm raus produzieren. Übrigens der BV ist einer der Gegener der Vorschläge von der Frau Künast.Vom BDM hört man nichts.Komisch die Milchmarke wo der BBV direkt an eine Discounter vermarktet profitieren die Liefernanten.Die "Faire Milch" zieht die Preise nach unten.

    von

  • Auf den Blickwinkel kommt es an! Oder wie freie Bauern aus der "staatlichen Bevormundung" zu konzernabhängigen "freien Unternehmern" wurden.

    [10.09.2012]

    Ich denke mal dass er die Auszeichnung bekommen hat, weil er es geschafft hat vor allem die tierhaltenden Landwirte in ihrer Funktion als Inflationsbremse Nr. 1 zu immer weiteren Leistungssteigerungen zu bringen. Das alternativlose Ergeben ins Schicksal (vertikale Integration in Molkereien, Schlachtkonzerne, usw.) ohne Einflußmöglichkeit nennt man heute ja auch modern "Unternehmerische Freiheit" und "Freien Markt". Dass nur die Konzerne frei sind und am Markt teilnehmen und die Bauern nicht, sondern diese Hemmnisse wie Andienungspflicht, Kündigungszeit, QS- QM- CC-Kontrollen und Bündelungsobergrenzen haben, wird gerne vergessen. Aus Sicht der Obrigkeit hat Sonnleitner diese Auszeichnung sicher verdient.

    von helmut_ehrlicher

  • Bundeskanzlerin würgt Sonnleitner

    [10.09.2012]

    Bleibende Schäden in der deutschen und europäischem Landwirtschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Ährenpräsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, bescheinigt. Sonnleitner habe maßgeblich dazu beigetragen, die Betriebe „von der staatlichen Bevormundung in die unternehmerische Drangsalierung“ zu führen, sagte die Kanzlerin. Denn selber sind die Betriebe noch lange keine Unternehmer, aber vertraglich schon sehr eingebunden in die Verarbeitungsunternehmen. Und wie es sich für einen Ährenpresidenten ziemt, gehört der mal ordentlich gedroschen. - Selektive Wahrnehmung und Verdrehung von geschriebenem scheint hier zuweilen gerne gesehen zu werden, daher mal ein Versuch von mir. Mit deutlichem Augenzwinkern! ;-)

    von detmarkleensang

  • [10.09.2012]

    @ Heike comeback - ich darf mich ihren Ausführungen voll und ganz anschließen!!! Bei obigen Bericht habe ich gedacht, das die Milchviehhaltung wohl nicht zur deutschen Landwirtschaft zählt. Deren Interessen und Probleme sind auch von Sonnleitner gerne beiseite geschoben worden. Vieleicht war aber mit Verdiensten auch gemeint, das er die Milchwirtschaft zumindest schon mal auf den Weg Richtung Wand gebracht hat, damit sie planmäßig albald vor selbiger fährt....

    von preuße

  • kommt leidenschaft von leiden schaffen?

    [10.09.2012]

    was ist das für eine marktorientierung ,welche soziale aspekte verloren hat.salopp gesagt,gab es früher 10 selbstständige höfe mit 50 kühen.heute findet man einen hof mit 500 kühen und 10 schlecht bezahlten ehemaligen betriebsleitern.es gab metzger mit individuellem sortiment ,heute gibts alles beim aldi.es gab 100te von einzelhändlern,heute nur noch 5 grosse mit vielen 400 euro jobbern und zeitarbeitern.ja,steinig war der weg dorthin und steinig wird er bleiben.der mittelstand lösst sich in luft auf!!!.es gibt bald nur noch arm und reich,wenn es nur noch um wachstum geht,aber sich keine humanisten finden die sich für die schwachen stark machen.das habe ich bei Herrn sonnleitner immer vermisst und ebenso in der politik.herzlichst

    von heike comeback

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