Bundestagsdebatte über Tierschutzgesetz-Novelle

[28.09.2012]


Fleischtheke im Supermarkt Fleischtheke im Supermarkt Die tierhaltenden Landwirte in Deutschland setzen sich für eine tiergerechte Haltung ihrer Nutztiere und deren Wohlbefinden ein. Das aber hat seinen Preis. Fleisch, Milch und Eier an der Ladentheke dürfen nicht länger zu Tiefstpreisen „verschleudert“ werden, erklärte der DBV gestern anlässlich der Debatte im Bundestag über die Novelle des Tierschutzgesetzes. Niedrige Preise würden die Tierhalter in ihren Investitionen für neue, verbesserte Ställe ausbremsen.

Der Bauernverband unterstützt nach eigener Aussage die Weiterentwicklung eines wissenschaftlich begründeten und aus Wettbewerbsgründen mindestens europäisch verankerten Tierschutzes. Die Haltungsbedingungen und der Tierschutz könnten nur dann wirksam verbessert werden, wenn sie von allen Anbietern am Markt eingehalten werden müssten.

Außerdem müssten Verbesserungen in der Praxis auch tatsächlich umsetzbar sein. So hat sich der Berufsstand grundsätzlich für ein Ende der betäubungslosen Kastration von Ferkeln ausgesprochen. Dies werde aber bis 2018 nur dann möglich sein, wenn praxis- und marktreife Alternativen zur Verfügung stehen. Daran werde gegenwärtig intensiv gearbeitet, aber bisher noch nicht mit durchschlagenden Ergebnissen, hieß es. (ad)

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Leserkommentare

2 Kommentar(e)
  • Und da haben wir es wieder

    [29.09.2012]

    Nun man sollte keinen Betrag komentieren nur er trift den Pudeles Kern. Die "Fortschrittlichen" Effizienten,auch von der Natur bevorteilten,von der Toporagrafie bevorteilten(große Schläge) wollen können mit billiger Produktion den Markt ja sogar den Weltmarkt bedienen nur erwarten sie daß alle ihre Preise mitmachen. Die Folgards und Co wissengenau das IHR Standort der beste (billigste) ist und andere da gar nicht können. Sie können auch noch weil sie ja soooooo arm sind durch "Pilotställe" den Stall zu zweidrittel vom Staat bezahlen lassen!!! Das feiert dann die staunende Jurnalistenschar und die Politik als gelungenen Wegweisende Lösung. Dreister kann man überhöhte Subvention nicht verkaufen. Nur jammern das kann Folgards gut,Krokodisträ

    von elinge

  • Guter Ansatz lieber DBV

    [29.09.2012]

    Die Frage bleibt, wie wir so argumentieren sollen ohne uns am Markt dementsprechend selbst angepast zu verhalten. In der Produktion selbst fängt das "Verramschen" von Lebesmitteln an !! Wir produzieren unter enormen Kostendruck, ohne ausreichende Nachfrage und Wertschöpfung, bis der lokale Markt überläuft . Mit der Überproduktion versuchen wir wieder zu Dumpingpreisen auf den Weltmärkten Fuss zu fassen. Auch hier wieder ohne Wertschöpfung! Als einzige Möglichkeit geben wir vor, die Produktion ausweiten zu müssen um wieder dem Kostendruck standhalten zu können. Ein Teufelskreis. Wer dem entkommen will, muss auf Aussenschutz und Marktregulierrung setzen, oder einfach weiter allein dem Verbraucher und dem LEH die Schuld zu schieben !!!

    von torti

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