Chinesen pachten Agrarflächen in Bulgarien

[07.12.2011]


Der chinesische Agrar-Staatssekretär Gao Honbin ist bei Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borisov als Investor willkommen. Die Bulgaren hoffen nun auf weitere Geschäfte in anderen Bereichen. Das sogenannte Landgrabbing durch China macht auch nicht vor Flächen in der Europäischen Union halt. So hat die Tianjin State Farms Agrobusiness Group Company jetzt 20 000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche gegen die Zahlung von zunächst 10 Mio. Euro in der bulgarischen Nordwest-Provinz Vidin gepachtet.

Das chinesische Agrarunternehmen will in dieser Provinz, die zu den ärmsten Regionen in der EU zählt, Mais und Sonnenblumen erzeugen und die gesamte Produktion ins Heimatland exportieren. Nähere Einzelheiten zu dem Vorhaben wurden nicht bekannt.

Längerfristig geplant sei im Rahmen des chinesischen Engagements auch der Aufbau einer Tierproduktion, wofür Investitionen von 20 Mio. Euro vorgesehen seien. Hierzu sollten in der Provinz Vidin auch Futterpflanzen angebaut werden. China soll darüber speziell an der Einfuhr von Wein, Milchprodukten, Geflügelfleisch, Eiern, Getreide und Ölsaaten, Gemüse sowie verarbeiteten Lebensmitteln aus Bulgarien interessiert sein. (AgE)

Leserkommentare

2 Kommentar(e)
  • [07.12.2011]

    Und die EU meint, mit Greening und ähnlichem Blödsinn die Welt retten zu können. Lächerlich!

    von

  • [07.12.2011]

    Und wir meinen wir können mit Biogas unsere Energiewende schaffen.Subventionsabbau und Ausstieg aus der Biogaserzeugung und Einstieg in die Nahrungsmittelerzeugung wäre eher angebracht.

    von

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