Chronischer Botulismus ist eine Faktorenkrankheit
[17.02.2012]
Ulrike Müller
Ulrike Müller, Agrarsprecherin der Freien Wähler in Bayern, nimmt die Berichte zu ungeklärten Krankheitsfällen in landwirtschaftlichen Betrieben sehr ernst. Aus diesem Grund hatte sie sich mit einer Anfrage zum „chronischen Botulismus“ an die Bayerische Staatsregierung gewandt.
Laut Antwort des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit handelt es sich dabei um kein eindeutiges Krankheitsbild. Aufgrund der Vielfalt an Symptomen spreche man hier von einer Faktorenkrankheit. Neben Mängeln in der Tierhygiene, der Tierhaltung und –ernährung oder des Betriebsmanagements werde laut Ministerium eine Keimbelastung als Kofaktor bei der Entstehung von Erkrankungen in bestimmten Betrieben in Erwägung gezogen, so das Ministerium weiter. Ein wissenschaftlicher Beweis für die tatsächliche Beteiligung des Bakteriums Clostridium Botulinum an diesen unspezifischen Krankheitsbildern sei bisher laut Ministerium nicht erbracht.
Für Ulrike Müller, selbst Bäuerin, steht nun der schnelle Ausbau der Forschung im Vordergrund. „Im Interesse von Bauern und Verbrauchern müssen wir diesen Dingen schnell und gründlich auf den Grund gehen“, so Müller. „Gewonnene Erkenntnisse müssen umgehend bei den Landwirten und den praktizierenden Tierärzten ankommen.“
Seit Herbst 2011 gibt es laut dem Ministerium bereits ein erstes gemeinsames Forschungsprojekt von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium in diesem Bereich. Außerdem werde ein Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität München, bei dem in betroffenen Rinderbeständen gezielt Untersuchungen durchgeführt werden sollen, fachlich unterstützt. (ad)
Leserkommentare
1982 fütterte ich
[17.02.2012]
Als ich mit 8 Sack Ausputz vom Weizenverkauf kam dachte ich das ist trocken und könnte man den Kühe einstreuen.Zwei Kühe frassen wie verrückt den Strohigen/staubigen Abfall.Daraufhin bekammen diese Kühe Durchfall der zu Ihrem Verenden führte. Bulismus als Krankheit kannte man da noch nicht!
von elinge
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