DBV empört: Investitionsförderung muss erhalten bleiben

[04.10.2012]


Stallbau Stallbau Mit Unverständnis hat der Deutsche Bauernverband (DBV) darauf reagiert, dass sich bei der vergangenen Agrarministerkonferenz nur die Hälfte der Bundesländer klar zur Förderung einer leistungsfähigen und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft bekannt und für die Fortführung bewährter Maßnahmen ausgesprochen habe. Demgegenüber will das BMELV die Investitionsförderung allein auf besonders tierartgerechte Haltungsverfahren beschränken.

Da sich viele Bundesländer noch nicht abschließend entschieden haben, hofft der DBV nun darauf, dass sich bei der im Dezember anstehenden Beschlussfassung durch den Planungsausschuss für die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (PLANAK) eine breite Mehrheit der Länder für die Beibehaltung einer starken Regelförderung beim einzelbetrieblichen Investitionsförderprogramm finden werde. Auch die Förderung von überbetrieblichen Beregnungs- und Wasserspeicherungsanlagen, für die sich bereits mehrere Bundesländer ausgesprochen haben, müsse in bestehender Form fortgeführt werden.

Der DBV fordert im Hinblick auf die PLANAK-Sitzung ferner ein klares Bekenntnis zur Fortführung der erhobenen Parameter beim Tiermonitoring für Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen. Das bestehende System trage erheblich zur Verbesserung der Tiergesundheit, des Tierwohls, der Nachhaltigkeit und damit Ressourceneffizienz sowie dem Umwelt und Naturschutz bei. Die bisherige Fördermöglichkeit von Maßnahmen zur Verbesserung der genetischen Qualität landwirtschaftlicher Nutztiere im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" müsse ebenso beibehalten und gegebenenfalls ergänzt werden, heißt es beim DBV. (ad)

Mehr dazu:
Streit um die künftige Gestaltung der Investitionsförderung (24.9.2012)
Deutsche Tierhalter wollen investieren (24.9.2012)
Investitionsförderung auch für Nebenerwerbslandwirte (13.9.2012)

Leserkommentare

12 Kommentar(e)
  • Die Förderung

    [04.10.2012]

    Betriebe die keine Benachteiligungen wie FFH,Bergbauern... sollten keine Förderung erhalten.Wieso soll der der die 10.000 Liter Kuh füttern kann auch noch Gefördert werden?? Wer keine Auflagen,Beinträchtigung vom Naturschutz oder sonstigem hat sollte nicht gefördert werden. Gefördert sollte nur der werden der auch in den Sonntagsreden der Politiker vorbildliches Leistet.Und das sind keine Betriebe die auf dem Weltmarkt mithalten können, aber ein mehr leisten müssen, das aber nicht mit Geld,über die Produktion bezahlt wird.

    von elinge

  • [04.10.2012]

    Dass die Milchschwemme vom AFP oder ähnlichem kommt bezweifel ich auch. Aber die Vorwürfe, das dort einigen, ohnehin gut dastehenden Betrieben noch zusätzlich Geld in den Hintern geschoben wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Betriebe, deren Zahlen problematisch sind, erhhalten häufig keine Förderung, obwohl sie grad dort häufig eine nachhaltige Wirkung hätte. Ich bin allerdings der Auffassung, das sich Investitionen ohne Förderung rechnen müssen und das bedeutet adäquate Erzeugerpreise müssen her. Es kann doch wirtschaftlich nicht sinnvoll sein, das wir Förderprogramme brauchen, das wir am Ende wirtschaftlich Investieren können...

    von preuße

  • afp förderung

    [04.10.2012]

    bekommen in der regel die betriebe die es nicht brächten nach dem motto reiche noch reicher machen.

    von chrisitho

  • Koppelt doch die Höhe der Zuschüsse an zusätzliche Tierschutzauflagen!

    [04.10.2012]

    Wer Zuschuss will, muss mehr Vorleistung bringen. Damit werden diese Investitionszulagen nicht mengenwirksam sondern qualitäts- und tierwohlwirksam und somit vor dem Wähler vertretbar!°

    von massa04

  • AFP bleibt dran DBV

    [04.10.2012]

    Hoffentlich bleibt sie erhalten.Zur Chancengleichheit der Milchbauern.Es ist doch eine Milchmädchenrechnung das durch Investionen die Milchschwemme kommt. Ebenso die BDM Attacken mit verdoppeln und verdreifachen.Es sind Einzelfälle,die verallgemeinert werden. Ich kann nicht verstehen von einem Verband.der Chancengleichheit fordert,schimpft das soviele Betriebe aufhören.Aber den Bauwilligen die Zukunft rauben will. Vor allem die Regionlvorsitzende aus dem hohen Norden.Sie hat für über 100 Kühe gebaut.Übers AFP.Die anderen dürfen nicht.So was nennt man:"Aufbau eines Monopols"!Schäm Dich!

    von

  • Diese versteckte Subvention muß weg!

    [04.10.2012]

    Sie ist wie eine Droge. Je öfter der Betrieb schon gefördert desto Geiler auf die nächste Förderung.

    von Ghostbusters

  • Investitionsförderung muss weg!

    [04.10.2012]

    Schaut Euch die Förderbedingungen an: Wer sowieso schon fest im Sattel sitzt (und schon eine Genehmigung hat) bekommt noch zusätzlich Geld. Alle anderen müssen früher oder später die Zeche zahlen und dicht machen. Es geht nur um einen noch schnelleren Strukturwandel und um noch billigere Massenware. Die Weihegesänge auf die Bäuerliche Landwirtschaft - scheinheilig und verlogen.

    von user10

  • Die Planwirtschaft lässt Grüßen...

    [04.10.2012]

    Sieht denn der DBV nicht, das durch die Investitionsförderung wir tierhaltenden Landwirte zur besten Inflationsbremse mißbraucht wurden? Es wäre Zeit endlich ein neues Pferd zu satteln. Hin zu ausgeglichenen Märkten, die dann Investitionen aus eigener Tasche erlauben können.

    von Hardthof

  • "Trotz der finanziell angespannten Situation

    [04.10.2012]

    in der Tierhaltung wollen die dt. Landwirte weiter investieren... Dabei liegt der Schwerpunkt der Investitionsplanung in der Tierhaltung, in die etwa 44 % der geplanten Investitionen fließen sollen...Dabei investieren die deutschen Betriebsleiter deutlich stärker in die Tierhaltung als ihre Kollegen in anderen Ländern. Das untermauert die Vorreiterrolle der deutschen Tierhaltung und stärkt deren Wettbewerbsposition..." heißt es in einem anderen Bericht hier. Wer von Wettbewerbsfähigkeit spricht, kann dies doch nicht auf staatl. Subvention aufbauen. Kein deutscher Bauer ist am Weltmarkt wettbewerbsfähig ohne staatl. Stütze, andere Aussagen sind Augenwischerei! Jedes weitere Wachstum ist aber wg gesättigter EU-Märkte nur für den Weltmarkt !!

    von chatter

  • Unternehmerisches Denken

    [04.10.2012]

    sollte auch beim DBV Einzug halten. Der Verband sollte sich dafür einsetzen, dass wir Milcherzeuger unser Einkommen überwiegend am Markt verdienen können und nicht von alljährlichen Entscheidungen der Politik abhängig sein müssen. Voraussetzung dafür sind Rahmenbedingungen, die auch den Erzeugern und nicht erst den Milchverarbeitern eine Teilnahme am Markt ermöglichen.

    von Kirsten Wosnitza

  • Die ewig "Gestrigen"

    [04.10.2012]

    von rita#001

  • Der Markt...

    [04.10.2012]

    ... muss Investitionen auslösen, nicht der Staat. Die Probleme am Milchmarkt sind in aller erster Linie auf die Investitionsförderung zurück zu führen.

    von sebontch

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