[01.10.2012]
Antibiotika-Einsatz
„In keinem anderen Land in Europa setzen die Bauern so viel Antibiotika in der Tiermast ein wie in Deutschland. Im letzten Jahr sind es insgesamt 1734 t gewesen. Auf Platz zwei folgt Frankreich mit etwas mehr als 1000 t vor den Niederlanden mit 514 t“, zitierte der Grünen-Abgeordnete Friedrich Ostendorf vergangenen Mittwoch im Agrarausschuss Zahlen, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) kürzlich veröffentlicht hatte.
top agrar meint:
Doch ist Deutschland wirklich Spitzenreiter beim Antibiotikaverbrauch? Was Herr Ostendorf nicht erwähnt hat, ist die Tatsache, dass hierzulande auch weitaus mehr Nutztiere gehalten werden als bei unseren Nachbarn. Deshalb ist es durchaus erklärlich, dass der absolute Verbrauch bei uns höher ist. Direkt vergleichen lässt sich der Antibiotikaaufwand allerdings nur, wenn man ihn in Relation zur produzierten Menge Schweine-, Rinder- und Geflügelfleisch setzt, wie es die Europäische Arzneimittelagentur EMEA macht (siehe Grafik).
Geht man so vor, zeigt sich, dass sich Deutschland im EU-Vergleich allenfalls im guten Mittelfeld bewegt, gleich hinter „Musterschüler“ Dänemark. Unter dem Strich setzten die deutschen Schweine-, Rinder- und Geflügelhalter nur annähernd halb so viel Antibiotika ein wie ihre holländischen und französischen Berufskollegen! (ad/lh)

Schorlemer Stiftung,
Kto.-Nr. 1700349035,
BLZ 380 601 86
Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG
Alle Meldungen zum Hochwasser auf unserer Sonderseite. Mehr...
Leserkommentare
§ 186 Üble Nachrede
[01.10.2012]
"Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet,welche denselben verächtlich zu machen ...geeignet ist,wird,wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist,mit Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr..." Ich kann nur von der Schweinemast sprechen. Da werden Mittel durch Tierärzte verschrieben. Man geht hier von einem sinkenden Antibiotikaverbrauch aus. Zahlen aus der Kälbermast oder Geflügelmast kenne ich nicht.Leider ist der DBV aktuell mit der Energiewende beschäftigt. Ist ja auch wichtiger als Rufschädigungen entgegenzuwirken.
von
Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!