[22.06.2012]
Stromleitungen
Für die Energiewende soll das Stromnetz auf tausenden Kilometern ausgebaut werden: Auf die Landwirte kommen damit noch mehr Flächensperren, drohende Enteignungen und Bodenschäden zu – bei viel zu geringen Entschädigungen. Was bevorsteht und was sich ändern muss, erklärt top agrar jetzt ausführlich in der neuen Ausgabe 7/2012.
Die Botschaft tönt aus allen Ecken: Um die Energiewende zu schultern, brauchen wir mehr Stromleitungen, und das möglichst schnell. Doch die Dimensionen sind gigantisch, die Folgen für die Landwirtschaft noch längst nicht an der Basis angekommen.
Anfang Juni haben die Netzbetreiber ihre konkrete Pläne offengelegt. Danach fehlen in Deutschland allein im Höchstspannungsbereich 3 800 km neue Leitungen. Oder anders ausgedrückt: 26 000 ha Flächen, die bei 70 m Trassenbreite mit Leitungen überspannt, als Schonstreifen genutzt oder mit Erdkabeln versehen werden. Tausende von zusätzlichen Masten und über 15 000 ha Ausgleichsfläche für den Naturschutz, wenn man von der bislang üblichen Faustzahl von rund 4 ha Ausgleichsfläche für jeden km Freileitung ausgeht.
Und das ist nur der Neubau: Dazu kommen die Auf- und Umrüstung von 4 400 km bestehenden Leitungen, z.B. 380 kV statt 220 kV-Leitung, und der Ausbau im Verteilungsnetz. Das ganze kostet mindestens 20 Mrd. Euro!
Von der Politik stolz vorgelegt, drohen mit dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz die Interessen der Landwirte und Flächeneigentümer endgültig unter die Räder zu kommen. Besonders heikel sind:
top agrar 7/2012
Was es genau mit den einzelnen Erleichterungen beim Netzausbau auf sich hat, warum sich die Bauern dringend wehren müssen und wie sich die Netzbetreiber gewinnbringend aus der Affäre ziehen, lesen Sie jetzt in der Ausgabe 7/2012 ausführlich. (ad)
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