[02.11.2012]
Melken
Nach einem heftigen Preiseinbruch zu Anfang des Jahres vertrauen Niedersachsens Milcherzeuger jetzt wieder auf anziehende Preise. So sieht es zumindest die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN). Nach ersten vorsichtigen und noch mit Unsicherheiten behafteten Prognosen könnte sich der Auszahlungspreis an die Landwirte im Jahresdurchschnitt bei etwas über 31 Cent je Kilogramm einpendeln, erklärte Geschäftsführer Dr. Werner Rüther. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein Rückgang um etwa 3,6 Cent je Kilogramm. Da gleichzeitig die Kosten für viele Vorleistungen wie Futter oder Energie gestiegen sind, habe sich die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert.
Als ein wichtiges Element zur Stabilisierung der Milchpreise nannte LVN-Vorsitzender Jan Heusmann den Export. Hier sei mitunter die Unterstützung der Politik notwendig, um auf die Wünsche wichtiger Nachfrageländer möglichst schnell und geschmeidig reagieren zu können.
Sorgen bereiteten den Rinderhaltern noch die so genannten Greeningpläne der EU im Zuge der anstehenden Agrarreform. Landwirtschaftsminister Gert Lindemann unterstütze hierbei die Forderung der Milchviehhalter, das Dauergrünland als Teil der Fruchtfolge mit anzurechnen, ergänzt der Bauernverband. (ad)
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