[07.07.2012]
Kontrolle
Es ist uns unverständlich, wie die Politik einerseits Tierwohl und Tierschutz einfordern kann und sich andererseits finanziell aus der Milchkontrolle, die dem Wohl und Schutz der Milchkühe dient, zurückzieht. Das kritisierte der DBV zu den Plänen, die Förderung in diesem Bereich zu kürzen.
Gerade die derzeit in der Novelle des Tierschutzgesetzes geforderten betrieblichen Eigenkontrollen würden als monatliche Milchkontrolle bereits seit 115 Jahren auf den Höfen der Milchbauern stattfinden, heißt es. Milchkontrollen seien damit seit Jahren praktizierter Tierschutz par excellence und böten weit mehr Informationen als nur die Milchleistung einer Kuh, betonte der DBV.
Neben der Feststellung der Milchmenge würden in einer monatlichen Milchleistungskontrolle wichtige Milchinhaltsstoffe wie Fett-, Eiweiß-, Harnstoff- und Laktosegehalt sowie die Zellzahl jeder einzelner Milchkuh ermittelt und dokumentiert. Mittels der Milchinhaltsstoffe könne der Milchbauer so die Futterration seiner Kuh überprüfen und Rückschlüsse auf die Gesundheit seiner Kühe ziehen. Ebenso erhalte er Informationen über die Eutergesundheit und den Fruchtbarkeitsstatus seiner Herde. Damit sei diese Kontrollen wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit zum Wohl der Tiere, erklärte der Bauernverband.
Die Erhebung dieser Daten erfolgt bundesweit durch Landeskontrollverbände und Milchprüfringe, die ihre geschulten Milchkontrolleure jeden Monat auf die Kuhbetriebe schicken. Nach jeder monatlichen Milchkontrolle erhält der Milchbauer die aufgearbeiteten tierindividuellen Daten seiner Milchkühe. Derzeit nehmen ca. 67 Prozent der Milchviehbetriebe an der Milchkontrolle teil, umgerechnet gibt es über 85 % der deutschen Milchkühe genaue Informationen. Die ersten Milchkontrollen wurden bereits 1897 regional eingeführt. (ad)
Schorlemer Stiftung,
Kto.-Nr. 1700349035,
BLZ 380 601 86
Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG
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Leserkommentare
Dauerkritsierer
[09.07.2012]
Ich finde es richtig das sich der DBV oder BBV für den LKV einsetzt. Weil diesem Verband von den Spartenverbänden vorgeworfen wird nichts zu machen. Wem´s nicht paßt kann ja aus dem LKV austreten. Ich bin auch aus dem BDM ausgetreten.Ich bereue es bis jetzt keine Sekunde!!
von
Gehört schon längst abgeschafft
[09.07.2012]
Bravo !!! Dem gibts nichts hinzuzufügen.Der LKV hat schon seit Jahren keine Daseinsberechtigung mehr , wird nur künstlich am Leben gehalten ; Frei nach dem Motto: Nur an der Landwirtschaft ist Geld zu verdienen,nicht aber in der Landwirtschaft
von paulherchenbach
Wieder ein künstlicher markt
[09.07.2012]
Und die Kosten zahlen die Landwirte.Dies führt dazu das wieder einige kündigen,und die Beiträge sich wieder erhöhen.Eine Spirale fängt sich zum drehen an.Übrigens hat sich der Staatliche Anteilin den letzen Jahren reduziert.Und wo gibts in dieser Branche einen Markt?Da müssen sich schon besser informieren Ehrlicher! Ich finde diese Subvention unbedingt erhalten.Weil hier ALLE Milcherzeuger davon einen Vorteil haben. Im Gegensatz zu Nawarro wo ein Bruchteil der Betriebe absahnt und der Rest die Kostensteigerungen zu tragen hat.
von
Lassen wir doch den Markt entscheiden! Doppelstandards sind scheinbar Tagesgeschäft beim DBV!
[08.07.2012]
Mir ist unverständlich, wie ein gewisser Verband immer von „Unternehmertum“ und „freiem Markt“ reden kann, aber gleichzeitig diese mit Zähnen und Klauen verteidigt. Würden wir ohne Subventionen unseren Produkten ihren wahren Wert geben, müssten wir über viele Probleme nicht mehr diskutieren! Mir ist schon klar, dass wir Bauern in dem Sinne systemrelevant sind, dass das Essen so billig sein muss, damit „SATT NICHT AUF DIE STRASSE GEHT“. Nur muß ich mich als Bauer dazu nicht ständig vom Bauernverband belügen lassen! Die LKVs sind Dienstleister und können sich mit angepasster Leistungen bestimmt gegenüber der neuen Technik im „freien Markt“ behaupten. Zudem sollten i.Z. die Kontroll-Daten den Bauern gehören!
von helmut_ehrlicher
Immer Gegen DBV
[08.07.2012]
Zu unten stehenden Artikel möchte ich nur sagen das es ein Beleidigung an ALLE Mitarbeiter des LKV ist.Die Kontrollnehmer sind bei mir nicht AUFGEHÖRTE sondern Leute die einen Nebenjob bzw.es hauptberuflich machen.Desweiteren schaftt dieser ERwerbszweig schon seit Jahrzehnten Arbeitplätze und trägt durch die Lieferung von Daten zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation bei. Die Anzahl der Roboterbetriebe mit Mengenmessung ist noch sehr gering.Die Fett-Eiweiß Werte ungenau.# Der Zuchtvieheinkäufer vertraut auch lieber Werten von einer neutralen Organisation an. Zur Aussage das nur Aufgehörte hier arbeiten.Erinnert mich an BDM-Mitglieder.Die Jammern nur,anstatt sich zu Überlegen wie ich mein Betriebsergebnis verbessern kann.
von
Gehört schon längst abgeschafft!
[07.07.2012]
Wer diese Kontrolle haben möchte soll sie bitteschön selber bezahlen. Die Argumente des DBV zählen nicht. Bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen ist die falsch gefütterte Kuh oder Mastitis längst schon passiert. Die meisten Betriebe haben eigene Milchmengenmessung und Roboterbetriebe sogar Fett Eiweiß und Zellzahl. Zur fachlichen Qualifikation der Mitarbeiter ist nur zu sagen das diese meistens aufgehörte Landwirte sind welche so gut gewirtschaftet haben. Desweiteren wird durch den Beitrag pro Kuh auch noch durch die LKV die wahren Kosten der Tierkennzeichnung und Milchprüfung zugunsten der Mitglieder verschoben. Irgendwan sollte jede Subvention abgeschafft werden. Die Maschinenringe wurden auch z.B. in die Selbständigkeit entlassen.
von Ghostbusters
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