GVO-Anbau steigt auf 160 Mio. ha weltweit

[08.02.2012]

Länder, die GVO anbauen (grün)
Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen soll weltweit um 12 Mio. ha auf jetzt 160 Mio. ha zugenommen haben. 16,9 Mio. Landwirte in 29 Ländern hätten GV-Pflanzen ausgebracht. Das schreibt die Lobby-Agentur ISAAA in ihrem jährlichen Bericht. Demnach  entfallen knapp die Hälfte der Flächen auf Entwicklungs- und Schwellenländer.

In zehn Ländern habe die mit gentechnisch veränderten Pflanzen bewirtschaftete Fläche die Marke von einer 1 Mio. ha überschritten:
  • USA (69,0 Mio. ha)
  • Brasilien (30,3)
  • Argentinien (23,7)
  • Indien (10,6)
  • Kanada (10,4)
  • China (3,5). 
Zudem verzeichneten Paraguay, Pakistan, Südafrika und Uruguay GVO-Flächen von über 1 Mio. ha.
 
Die größten Flächenzuwächse gab es laut dem Portal transgen.de erneut in Brasilien, wo 2011 weitere 5 Mio. ha dazukamen, aber auch in Indien, auf den Philippinen und in Mexiko hätten die Bauern deutlich mehr transgene Pflanzen ausgesät als im Vorjahr.
 
Wichtigste Pflanzen sind Sojabohnen (75,4 Mio. ha), Mais (51 Mio. ha), Baumwolle (24,7 Mio. ha) und Raps (8,2 Mio. ha). Bei allen habe der Zuwachs zwischen 2 – 4 Mio. ha betragen. In den USA werde darüber hinaus der Anbau gentechnisch veränderter Zuckerrüben immer interessanter, während China z.B. verstärkt auf Tomaten und Paprika setze. Die Philippinen wollen laut ISAAA-Bericht 2013/14 vitaminangereicherten Golden Rice pflanzen.

Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Wie die Agrobiotech-Agentur zählt, ist nicht ganz klar. (ad)

Download Bericht 2012

Grafiken:


Leserkommentare

5 Kommentar(e)
  • Mit den Dummen treibt man die Welt um!

    [08.02.2012]

    Und welchen Schaden sie in diesen Schwellen und Entwicklungsländer anrichten, daß haben sie nicht geschrieben. Wie sagte ein amerik. Farmer: Die Geister die ich rief werde ich nicht mehr los. Hätte ich nur eine bessere Ausbildung gemacht wäre ich den Verlockungen der Gentechindustrie nicht auf den Leim gegangen. Der Anbau ist ja so einfach durch das Gensaatgut doch die Rendite für mich war nie gegeben und wird jedes Jahr schlechter.

    von Ghostbusters

  • Hier soll suggeriert werden das es eine steigende Akzeptanz für GVO gibt

    [08.02.2012]

    Hier werden auch die Flächen mit aufgeführt die kontaminiert sind. In Mexico (der Wiege des Mais) ist der GVO Anbau verboten und trotzdem wird hier gesagt das Mexico vermehrt GVO anbaut. In dem Film "Gekaufte Wahrheit" wird sehr glaubhaft dargestellt das das GVO Saatgut eingeschleppt wird, aus den USA . In Mexico bauen Bauern durch Nachbau GVO-Saatgut an und wissen es nicht einmal. Das lässt dann darauf schließen das in den anderen Entwicklungsländern ein ähnlicher Verlauf ist. In Argentinien wurde den Bauern das GVO-Saatgut geschenkt. Ist auch eine gute Art der Verbreitung. Tut schon weh was auf unserer Erde so abgeht. Aber solange sie nicht merken das man Geld nicht essen kann wird es wohl so weitergehen. Renate Kaupenjohann

    von paulin

  • ehrfurcht vor dem leben

    [08.02.2012]

    160 mill.ha gvo anbau sind eine fatale bedrohliche entwicklung.und diejenigen wenigen menschen ,welche vielen menschen hier etwas aufzudiktieren bzw.aufzwingen versuchen,haben in weiser vorraussicht eines supergaus von monokulturen , saatgutreserven in einem bunker in spitzbergen angelegt.geldgeber sind unter anderem:monsanto,rockefellerstiftung,syngenta, pioneer u.mehr.sie wissen ,dass die manipulationen nicht gut gehen können,es wird eine ganz neue qualität von krankheit und elend entstehen,doch sie spielen weiterhin auf kosten der menschheit mit dem feuer und suggerieren wohltätig zu sein und hunger zu lindern...warum tun menschen anderen menschen soetwas an?gibt es keine ehrfurcht mehr vor dem leben -vor gott?

    von heike comeback

  • Heile Welt, kommt sie wirklich?

    [08.02.2012]

    Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen weltweit steigt ständig, das ist Tatsache. Wird Segen oder Fluch für uns Menschen dabei herauskommen, das ist Spekulation. Vieles spricht dafür, wenn wir unseren Egoismus in Form von vermeintlichem Wohlstand immer weiter steigern wollen. Vieles spricht jedoch dagegen, wenn wir unseren Planeten und das Leben darauf langfristig erhalten wollen. Wir Menschen haben es fertig gebracht, uns die Erde untertan zu machen, indem wir sie immer mehr in kürzester Zeit ausbeuten. Mit dem Anbau Gen veränderter Pflanzen werden wir dieses Szenarion noch verstärken, genauso wie mit der Nutzung von Kernenergie. Das jügste Beispiel Fukushima, sollte uns eine Lehre sein, doch wir Menschen wollen das nicht sehen.

    von beernhof

  • Touristenquarantäne

    [08.02.2012]

    Klärschlamm von Flughäfen sollte als Sondermüll entsorgt werden, weil nicht sicher gestellt ist wer wann wo GVO gegessen hat. Die Touristikbranche sollte ihre Hotels GVO-frei zertifizieren lassen. Touristen die in unkontrollierten Hotels oder am ende unkontrolliert in Strassenrestaurants essen sollten nach ihrer Rückkehr in Quarantäne, um sicherzustellen, dass keine Gentechnisch veränderten Samen etc über Klärschlamm in die Umwelt gelangen usw......Sicher ist sicher

    von landfuerst

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