[02.02.2012]
Fleisch
Im letzten Jahr wurden in Deutschland mehr Hähnchen geschlachtet als je zuvor. Die hiesige Erzeugung von Hähnchenfleisch überstieg dabei die inländische Nachfrage, die mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 11,5 kg ( + 100 g) unvermindert hoch war, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Der Selbstversorgungsgrad für Hähnchen und Suppenhennen ist damit im vergangenen Jahr nach Angaben der Marktinfo Eier und Geflügel (MEG) auf 114 % angestiegen. Dennoch wurde im Jahr 2011 trotz der höheren Eigenerzeugung zum vierten Mal in Folge mehr Hähnchenfleisch eingeführt. So sind schätzungsweise über 605.000 t aus dem Ausland importiert worden.
Als Grund hierfür nennt die Landwirtschaftskammer eine hohe Nachfrage nach magerem, entbeintem Brustfleisch, die über den Inlandsmarkt allein nicht gedeckt werden kann. Demgegenüber wächst das Exportvolumen von weniger begehrten Hühnerteilstücken wie Beinen, Flügeln und Innereien. Mehr als 30 % des in Deutschland produzierten Hähnchenfleischs werden bereits jetzt in Drittländer exportiert.
Und es ist mit einem weiteren Wachstum der deutschen Hähnchenfleischerzeugung zu rechnen. Eine günstige Futterverwertung in Kombination mit schnellen Reproduktions- und Aufzuchtraten erlauben eine kostengünstige und klimaschonende Fleischerzeugung. Darüber hinaus gibt es gegenüber Hähnchenfleisch im Gegensatz zum Schweinefleisch keine religiösen Tabus.
Auch Putenfleisch ist weiterhin beliebt. Im Jahr 2011 verbrauchten die Bundesbürger davon mit 6,2 kg pro Kopf 200 g mehr als im Vorjahr. Der deutsche und europäische Putenmarkt scheint jedoch allmählich gesättigt zu sein, so die Einschätzung der Landwirtschaftskammer. Eine nennenswerte Steigerung des deutschen Pro-Kopf-Verbrauches sei künftig kaum noch zu erwarten. (ad)
Leserkommentare
Tja,
[02.02.2012]
also reicht unsere Produktion nicht um den Bedarf an "Edelteilen" zu decken. Nur blöde das die "reste" auch irgendwo hin müssen und wenn sie hier keiner haben will müssen sie expotiert werden, im Zweifel auch aus der EU raus! Und nun? Würde jetzt mal wissen was unsere AbL un Öko Schreiber dazu jetzt sagen! Dafür das eigentlich keiner Gefügelproduktion haben will wird leider zuviel von gegessen! Schon doof irgendwie wenn die Argumentation so widerlegt wird...
von schorse77
Tja,
[02.02.2012]
von schorse77
[02.02.2012]
Wenns güstig ist, wirds gekauft trots Negativschlagzeilen EL Bauer
von gerling#001
???
[02.02.2012]
Wie konnte das nur passieren? Wo wir doch Tag für Tag lesen, dass der Verbraucher Bio will und keine Massentierhaltung? Oder versuchen hier Aktivisten, Berufsdemonstranten, Biolandwirte und Vegetarier ihre Meinung als "Mehrheit" aggressiv zu verkaufen? Dass der Verbraucher bei all den "Negativschlagzeilen" von PETA und anderen in die Öffentlichkeit gebracht, nicht informiert ist bzw. ein zu gutes Bild von der Produktion in den Medien wiedergespiegelt wird, kann doch beim besten Willen keiner behaupten!?
von landfuerst
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