[10.08.2012]
Maus
Immer mehr Hantavirus-Fälle in Deutschland. Allein im Juni und Juli haben sich mehr als 1000 Menschen mit dem Virus angesteckt, dass von Rötelmäusen übertragen wird. Besonders gefährdet seien Personen bei Waldspaziergängen in Baden-Württemberg, schreibt der Spiegel und beruft sich dabei auf das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Hier gebe es in diesem Jahr bereits 1348 gemeldete Fälle, gefolgt von Bayern mit 282 und Nordrhein-Westfalen mit 142 Erkrankten. Ursache seien milde Temperaturen und ein Überangebot an Nahrung für Rötelmäuse. Insgesamt sind damit in den letzten sieben Monaten 2070 Fälle bekannt geworden. Normal sind 500 pro Jahr.
Wie der Spiegel weiter berichtet, besteht für die Infektion eine Meldepflicht. Das Virus wird über den Kot und den Urin wildlebender Nagetiere übertragen. Daher sollte man den Kontakt mit Mäusen generell meiden, nicht durchs Unterholz laufen und beim Fegen den aufgewirbelten Staub nicht einatmen.
Typische Anzeichen für die Erkrankung sind Rückenschmerzen, stark ansteigendes Fieber oder Blut im Urin. Oft treten auch Sehstörungen auf. Die Erkrankung verläuft meist mild, in Einzelfällen kann es jedoch zu schweren Komplikation mit Nierenversagen kommen. Dann ist eine Behandlung mit Dialyse notwendig. Ist die kritische Phase überstanden, heilt die Krankheit meist ohne weitere Folgen aus. (ad)
vgl.:
Warnung vor Hantavirus durch hohe Rötelmausdichte (8.3.2012)
sowie im Heft:
Hanta-Virus: Die Fakten

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