ISN lehnt Produktionsquoten für Schweine ab

[25.05.2011]

ISN Geschäftsführer Dr. Torsten Staack
Die niederländische Interessenvertretung der Schweinehalter (NVV) hat kürzlich eine Produktionsquote für Schweinefleisch ins Gespräch gebracht. Auf deutscher Seite lehnt die Interessenvertretung der Schweinehalter Deutschlands (ISN) die Vorschläge ab. Alle Alternativen zur Steigerung des Preises dürften diskutiert werden. Sobald es aber um politische Eingriffe gehe, bekomme man Bauchschmerzen, so ISN-Geschäftsführer  Dr. Torsten Staack. Man sehe doch, welche Probleme die Milcherzeuger hätten, aus ihrer Quotenpolitik wieder heraus zu kommen.
 
Die aktuelle Preismisere mache allen europäischen Schweinehaltern zu schaffen. Nach Staacks Meinung ist das eine Nachwirkung der Dioxin-Krise des vergangenen Winters, denn derzeit würden die privaten Lagerhaltungen aufgelöst und belasteten nun die Märkte. Zudem hätten viele Schlachter angesichts der schwächelnden Nachfrage die Schlachtungen zurückgefahren. Warum die Nachfrage aber mitten in der Grillsaison schwächele, sei auch der ISN ein Rätsel. Vielleicht habe gerade das durchgängig warme und trockene Wetter im Frühling für einen Sättigungseffekt bei den Verbrauchern gesorgt, vermutet Staack.
Der Markt müsse sich jetzt aber selbst freischwimmen. Erst dann könnten sich die Preise wieder erholen.

Leserkommentare

2 Kommentar(e)
  • Hinweis auf Milcherzeuger

    [26.05.2011]

    Herr Staak sollte sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Die Milcherzeuger wollten mehrheitlich nicht aus dem Quotensystem aussteigen, weil sie unter anderem genau wissen, wie die Schweinehalter in dem freien Markt zu kämpfen haben. Der Prozess des Quotenausstiegs wurde trotz allem in Gang gesetzt, und in einigen Jahren werden wir alle erkennen, die "Quote" besitzt einen neuen Namen und steht nicht mehr unter staatlicher Kontrolle. Wer die Produktion kontrolliert wird sich zeigen! Sollten wir Milcherzeuger uns durchsetzen, dann könnten die Schweinehalter dies neue System zum Vorbild nehmen. Die ISN sollte Weitsicht zeigen, und eine Angepasste Produktion nicht als Tabuthema ausschliesen! Fragt Mitglieder, macht nicht die selben Fehler!

    von gerdarras

  • Zuerst Mitglieder fragen!

    [25.05.2011]

    Moderne Medien ermöglichen die schnelle Kommunikation mit 12000 Mitgliedern zu wichtigen Themen. Sie können auch den Mitgliederrundbriefen Fragebögen beilegen.

    von aheumer

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