Keine radioaktiv belasteten Lebensmittel aus Japan in Deutschland

Japan Auch rund ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima haben deutsche Behörden nur in sehr wenigen Einzelfällen erhöhte Strahlenbelastung bei importierten Lebensmitteln aus Japan festgestellt. Wie das Bundesagrarministerium mitteilt, ist der Umfang der Importe von Nahrungsmitteln aus Japan nach Deutschland ohnehin sehr gering. Durch die verheerenden Auswirkungen des Tsunami sei der Import von japanischen Lebensmitteln praktisch zum Erliegen gekommen. Vor der Katastrophe hatte der Anteil der Importe aus Japan nur bei 0,1 % gelegen. Unter diesen wenigen Lebensmitteln waren vor allem Soja-Produkte, grüner Tee, Algen und Spezialitäten und Gewürze für die japanische Küche.

Seit Mitte März 2011 werden alle Lieferungen aus Japan an den Außenkontrollstellen der EU angehalten und überprüft, erklärt das BMELV weiter. Waren aus bestimmten betroffenen Regionen dürfen nur eingeführt werden, wenn ein Zertifikat aus dem Herkunftsland Japan bescheinigt, dass keine erhöhte radioaktive Belastung vorliegt. Zusätzlich wird ein Teil dieser Sendungen von den Überwachungsbehörden der EU-Mitgliedstaaten einer weiteren analytischen Kontrolle unterzogen.

Des weiteren wurde auf Vorschlag Deutschlands ein europaweites Monitoring zu Fischen aus den pazifischen Fanggebieten empfohlen. Deutschland hat im vergangenen Jahr insgesamt rund 955.000 t Fisch und Fischerzeugnisse importiert. Davon stammten lediglich 47 t aus Japan. Bis heute sind keine belasteten Fische und Fischerzeugnisse an den Grenzen Deutschlands durch die Lebensmittelüberwachung festgestellt worden, heißt es. (ad)