Kliem: "Kostenlose Schulmilch soll Milchmarkt retten"

milchglas

Um gegen die Misere am Milchmarkt vorzugehen, hat Thüringens Bauernpräsident Klaus Kliem kostenlose Schulmilch für alle Schüler gefordert, meldet die Deutsche Presseagentur (dpa). Zudem sollten von der Europäischen Union Hilfen für den Export von Milchprodukten gezahlt werden, sagte er am Montag am Rande des Thüringer Milchtages in Erfurt.

"Mit einem Milchpreis von 25 Cent und teils darunter kann man keine vernünftige und nachhaltige Milchproduktion machen", sagte der Bauernvertreter. Grund für den Preisverfall sei das weltweite Überangebot an Milch. "Wir brauchen genauso wie die Automobilindustrie und die Banken Hilfen, um die aktuelle Krise zu überbrücken", betonte Kliem nach Angaben der dpa.

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8 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gast · 1.
    Pragmatischer Vorschlag

    Viele Kinder und Lehrer wissen vermutlich gar nicht mehr wie Milch schmeckt, weil diese so teuer geworden ist, das sie lieber Wasser trinken. Mit kostenlosen Milchpröbchen könnten manche wieder auf den Geschmack kommen. Nebenbei kommen die Überschlüsse so auch billiger weg, als über hyperteure Exportsubventionen. Für die Butter könnte man sich Buttergutscheine oder Buttermarken wie nach dem zweiten Weltkrieg in den Zeiten der grossen Hungersnot in Deutschland vorstellen. 10 Millionen Menschen leben derzeit in Deutschland am Rande des Existensminimums, oder darunter und haben weniger als 900 Euro monatlich für Unterkunft und Lebensmittel zur Verfügung. Kriegswitwen, viele Rentner, alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern und die Hartz IV-Empfänger. Man könnte für jeden Bedürftigen entsprechend seinem Einkommen einen Gutschein in Form eines Barcodes als Anhang auf seinen Rentenbescheid, ARGE-Bescheids, Kindergeldbescheids, Wohngeldbescheid drucken, und ein bis zweimal jährlich zusenden. (Um Portokosten zu sparen). Pro Monat und Person beispielsweise 2 Pfund Butter kostenfrei. Einzulösen in den 4-Buchstaben-Discountern, ähnlich wie das Payback-System! Oder wie wäre es mit Care-Packeten wie es die Amerikaner mit den Rosinenbombern für die Westberliner während der Berlinblockade der Russen nach dem Krieg taten? Mit DHL-Packeten könnte man bundesweit alle Bedürftigen versorgen lassen. Die Wirtschaftskrise hat ihren Tiefpunkt noch nicht erreicht, und man sollte schon etwas für die Armen im Land tun. Viele Ehrenamtliche stehen auch bereit für die Verteilung. Nicht nur die sogenannte Dritte Welt (chauvinistisch auch Zwergstaaten genannt) auch hierzulande gibt es ein rasantes Einkommensmissverhältnis. Den sogeannten "Verbraucher" gibt es nicht, es gibt nur noch Superreihe, Reiche, Beamte, Pensionäre, Mittelstand, Rentner, Arme und die Kinder der Armen.

  2. von donnershag · 2.
    Schade

    Schade, finde ich die Haltung mancher BDM-Vertreter. Man könnte meinen, sie seien der Meinung ein geringerer Milchkonsum sei besser für Volksgesundheit, Umwelt und die Quotenpreise! Ich persönlich gratuliere Herrn Kliem zu seinem Vorschlag. Schön wäre es wenn sich die Damen und Herren vom BDM an der Umsetung beteiligen würden. Martin Schmidt

  3. von milton06 · 3.
    Zukunftspläne?

    Was für eine Einstellung tritt in diesen Kommentaren zutage! Anscheinend kümmert keinen die Kundschaft von morgen, man hängt lieber süßen Träumen nach ( Milcherzeuger aller Länder, vereinigt Euch!), da wird man ja an der Hand genommen und muß sich selbst um nichts mehr kümmern.

  4. von brauni#001 · 4.
    Kostenlose Schulmilch

    Herr Kliem wenn Ihnen sonst nichts mehr einfällt als zu verkünden, kostenlose Schulmilch könnte die Milchbauern noch retten, dann ist das hilflos!. Den Schulkindern muß doch aufgezeigt werden, daß Milch ein wertvolles Nahrungsmittel ist, und das hat seinen Preis.Auch ihnen müßte doch der Spruch bekannt sein: Was nichts kostet ist auch nichts wehrt.

  5. von t.m · 5.
    Tolle Idee Herr Kliem

    Ist das der Vorschlag des Bauernverbandes um den Milchmarkt zu entlaten und retten. Das ist kann doch nicht funktionieren Herr Kliem! Am besten die Schulmich zu Aldi und alle die einen VHS Kurs machen auch kostenlos. Da kommen sie dann aber in Konflikt mit den Flateratepartys, die sind glaub verboten worden. Gruß Erwin

  6. von gerdarras · 6.
    Vollmilchbad

    Mit kostenloser Vollmilch in Apotheken zum Milchbaden, wäre ein viel größerer Effekt zu erzielen. Dann können wir vielleicht auch langfristig Marktanteile sichern... Mal im Ernst. Der Milchmarkt ist für die nächsten Monate nicht mehr zun retten. Er wird viele Opfer fordern, und das EMB wird sich ,wenn keiner mehr weiter weiß, endlich durchsetzen können. Die einzige Hoffnung, die wir bauern selbst positiv beeinflussen können. Die Vorschläge dieser BV Funktionäre und der Politik sind allesamt nicht zielführend und lächerlich! :sigh

  7. von webbel1 · 7.
    .

    Ist das Markt? Wir forden freie Märkte mit auf und ab, wenn´s hoch ist lachen wir, wenn´s tief ist schreien wir nach den Finanzhilfen vom Staat. Mark kann halt grausam sein !! :?

  8. von elinge · 8.
    Insolvens

    Solche Anregungen schieben etwas Unternemen vor. In Wirklichkeit heißt das wann geben dir ärmsten Bauern auf.Die 25% Schlechtesten gibt es immer!! Denn die haben sich schon aufgegeben und werden auch mit wenig auskommen.Und nicht aufmuken. ( Mormales Verhalten wenn man längere Zeit von andern Abhänig ist) Wirklich soziales verhalten? Wenn man den Gegensatz sieht wo "Die" sich gegenseitig hochgestufte Ware im Preis einbricht das ganze System in den Kolaps stürzen, aber das Fehlverhalten wird nicht eingesehen man fordert noch den Boni.

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