[06.09.2012]
Leineschafe
Das Leineschaf in alter Zuchtrichtung ist die „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2013“. Wie die Messe Berlin in der vergangenen Woche mitteilte, wird die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) das Leineschaf bei der kommenden Internationalen Grünen Woche vom 18. bis 27. Januar 2013 in Halle 25 präsentieren.
Seinen Namen verdankt das Schaf den Angaben zufolge seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet entlang der Leine zwischen Göttingen und Hannover sowie dem thüringischen Eichsfeld, dem Quellgebiet des Flusses. Die Ausgangsbasis bildete das schlichtwollige Rheinische Landschaf, das Mitte des 19. Jahrhunderts mit verschiedenen englischen Rassen gekreuzt wurde. Bis Mitte der dreißiger Jahre war die Population bereits auf mehr als 70 000 Exemplare in ganz Deutschland angewachsen.
Das Leineschaf gilt als robust und sehr anpassungsfähig und ist für ein Landschaf gut bemuskelt. Das „frohwüchsige“ Schaf überzeugt laut GEH durch sehr gute Muttereigenschaften. Es verfügt über gute Aufzuchtleistungen und kann in der Landschaftspflege als Koppel- und Hüteschaf gehalten werden. Die weiße, dicht gestapelte Schlichtwolle im Sortiment C beträgt 3,5 kg bis 4 kg pro Jahr bei den Muttertieren. Der lange, schmale Hals und die Beine sind unbewollt. Aktuell hat das Leineschaf in alter Zuchtrichtung in Deutschland nur noch einen Zuchtbestand von rund 1 500 Muttertieren. (AgE)
Vor einigen Jahren hatte top agrar bereits einen Leineschäfer besucht und ihn nach der Wirtschaftlichkeit befragt: Download Beitrag Schafhaltung 2007
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