Leopoldina-Studie: Niedersachsen-SPD in der Kritik

[13.08.2012]


biogas leopoldina Biogasanlage Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat die SPD-Fraktion in Hannover heftig attackiert, nachdem sich diese hinter die kritischen Ergebnisse der Biogas-Analyse der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina gestellt hatte. Für den umweltpolitischen Sprecher der Christdemokraten, Martin Bäumer, haben die Positionen der Sozialdemokraten zu Energiefragen inzwischen einen „durchweg enttäuschenden Charakter“ angenommen. „Konstruktive Beiträge zur Energiepolitik sucht man bei der SPD vergebens“, meinte Bäumer. Er vermisst bei den Sozialdemokraten den Willen, die Energiewende tatsächlich voranbringen zu wollen. Der Unions-Politiker bezeichnete darüber hinaus die SPD-Kritik an der Biogasnutzung als „halbgar“. „Sie SPD hat bei ihrer Schimpftirade einen wesentlichen Punkt unterschlagen: Es war eine rot-grüne Bundesregierung, die mit einem großzügigen Nawaro-Bonus-System den Biogasboom überhaupt erst ausgelöst hat“, betonte der CDU-Umweltexperte.

Nach seinen Worten passt in die Reihe der energiepolitischen Widersprüche auch die Haltung des SPD-Landesvorsitzenden Stephan Weil zu Offshore-Windparks, die dieser als „Monostruktur“ kritisiert hatte. Um die Energiewende voranzutreiben, so Bäumer, komme man nicht umhin, Entscheidungen zu treffen, die nicht nur auf ungeteilte Zustimmung stießen; das sollte die SPD begreifen. Wenn man seinen Mantel wie die Sozialdemokraten „nur nach dem Wind“ hänge, werde man keine Energie erzeugen. Die Agrarexpertin der SPD-Fraktion im Landtag, Renate Geuter, hatte zuvor darauf hingewiesen, dass sich die Fraktion in ihrer Kritik zur steigenden Nutzung der Bioenergie „vollkommen bestätigt“ sehe in den Ergebnissen, die die Leopoldina-Wissenschaftler in ihrer Studie dokumentiert hätten. AgE

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Leserkommentare

4 Kommentar(e)
  • ....nichts als die Wahrheit

    [19.08.2012]

    Die Studie ist neutral und wissenschaftlich. Und bestätigt, daß Biogas verkehrt ist. Klar, daß die CDU als die Partei des DBV FÜR Biogas ist. Bei mir haben die "kleinen" Milchviehlandwirte keine Perspektive mehr, unter anderem auch zwei Demeterbetriebe. Sie können die Pachten nicht halten.

    von tierarzt17

  • 9€ 2001-------------- vielleicht 30€ 2013????

    [13.08.2012]

    Von Träumen der Agrarminister das "keine" Gedreideberge,Milchseen,und Fleischberge in den Interventionshallen liegen. Nun darin liegt die ganze Wahrheit. Da will man nicht mehr wissen was vor 10 Jahren gesagt oder gedacht wurde. Für die Grünen war wichtig das es kein Atom mehr gibt.Der SPD sind, ja NILS sagte das auch, war Landwirtschaft nie wichtig. Höchstens ein notwendiges Übel!!!! Vielleicht wissen in 1-2 Jahren auch die Nachkriegsler, das man Nahungsmittel zwar im Supermarkt kaufen kann.Sie aber dort nicht produziert werden!!!

    von elinge

  • Teil 2

    [13.08.2012]

    Die CDU und FDP haben es dann weiter bunt getrieben, wobei die FDP (..bin da Mitglied) erst für und dann gegen die Windenergie waren, scheinbar aber dafür einsetzen, wenn Konzerne profitieren können (Offshore). Die CDU ist da aber nicht viel besser, Parteispenden haben eben große Wirkung bzw. gute Jobs nach der Politikerkarriere innerhalb der Energiekonzerne (...das kann auch die SPD sehr gut, siehe Currywurstkanzler). Oscar Wilde: „Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: es stimmt.“

    von blabla

  • Teil 1: genau...

    [13.08.2012]

    ...Landwirte als Ölscheichs, das waren Künasts Worte. Hätte uns allen gleich zu denken geben müssen. Einige haben das auch gemacht, insbesondere Vertreter der Milchbranche innerhalb des DBV, aber das wollte man vor fast zehn Jahren nicht hören.

    von blabla

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