[10.05.2011]
„Die zahlreichen freiwilligen Initiativen in bayerischen Gemeinden, Städten und Landkreisen setzen ein wichtiges Signal für ein gentechnikanbaufreies Bayern", erklärte Söder bei der Vergabe des Logos in Nürnberg. Künftig könnten diese Kommunen unter einem einheitlichen Logo auftreten, um als gemeinsame Initiative verstärkt in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. In Bayern habe es im vergangenen Jahr erstmals seit 1993 keine Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen gegeben, so der CSU-Politiker. Jetzt müsse sichergestellt werden, dass Bayern dauerhaft gentechnikanbaufrei bleiben könne.
Der Bund müsse dazu das Recht, eigenständig Abstände zwischen Feldern mit und ohne Gentechnik festlegen zu können, auf die Länder übertragen. Dies sei auch im Koalitionsvertrag vereinbart worden. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen sei mit dem Erhalt der kleinteiligen Landwirtschaft sowie der Vielzahl naturnaher und sensibler Lebensräume in Bayern nicht vereinbar, betonte Söder. Die bislang verfügbaren, gentechnisch veränderten Pflanzen stellten keinen Mehrwert für bayerische Landwirte dar. Stattdessen drohe die Landwirtschaft von globalen Saatgutherstellern abhängig zu werden. Zudem seien Risiken für Umwelt und Wirtschaft aus der Grünen Gentechnik nicht ausreichend geklärt. Die gentechnikanbaufreien Kommunen in Südbayern sollen gesondert ausgezeichnet werden. (AgE)
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