„Mit Agrarreform zurück zur bäuerlichen Landwirtschaft“

Ulrike Höfken (l) bei einer Demo „Die Agrarreform ist die Chance, jetzt die Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Hin zu einer bäuerlich geprägten, mittelständischen und umweltgerechten Landwirtschaft“, sagte die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken am Montag bei einem Treffen der Vorsitzenden der nationalen Agrarausschüsse in Warschau.


Die bekannt gewordenen Überlegungen der EU-Kommission zum Greening der Direktzahlungen an die Landwirte gehen ihrer Meinung nach in die richtige Richtung, seien aber nicht konsequent genug. „Bei der Reform muss der Grundsatz gelten, öffentliches Geld für gesellschaftlich erwünschte Leistungen“, so Höfken. Zukunftsweisende Direktzahlungen an Landwirte müssten mit Umwelt- und Arbeitsleistungen verbunden sein. Dafür fordert die grüne Ministerin ein klares ökologisches und soziales Anforderungsprofil. „Wir brauchen gute, umwelt- und tiergerecht erzeugte Lebensmittel und angemessene Einkommen für Bauern und ländliche Räume.“

Höfken forderte eine Stärkung der 2. Säule der GAP, um attraktive ländliche Räume zu entwickeln und der Landwirtschaft zu ermöglichen, neuen Herausforderungen wie Klimawandel, Ernährungssicherheit und dem Erhalt der Artenvielfalt gerecht zu werden. (ad)
 

2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von klausmueller · 1.
    Noch mehr Bürokratie...

    ...für weniger Geld aus Brüssel, so will es die Politik. Immer mehr Auflagen führen dazu, dass immer mehr kleinere Betriebe keine Nachfolger finden. So wird der Strukturwandel eher noch angeheizt.

  2. von LehrAgro · 2.
    Bäuerliche Landwirtschaft

    Das mit der bäuerlichen mittelständischen Landwirtschaft ist gut gesagt, aber wie ist der Begriff der "bäuerlichen Landwirtschaft" denn nun exakt definiert? Das hat in den letzten Jahren kein Politiker gewagt zu tun! Denn dann müßte man sich auf bestimmte Grenzen festlegen, was wiederum Wählerstimmen kostet. Greening, Auflagen, etc. für den Erhalt aus Steuergeldern - ok, dann aber bitte stets das gleiche Existenzrecht auch für Betriebe die KEINE Subventionen wollen, sondern lieber als freie Unternehmer handeln möchten. UND: Bitte liebe Politik vergesst nicht die soziale und wirtschaftliche Stellung der sogenannten "Großbetriebe" und "Agrarfabriken" in ihren Regionen - denn dort leben kaum noch Menschen mit Zukunftsperspektiven!

Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren oder top agrar gratis testen