[10.10.2012]
Aktion des NABU gegen die heutige Agrarpolitik
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat seine „Zahl des Monats“ im Oktober den EU-Agrargeldern gewidmet. 700 Euro pro Jahr erhalte jeder Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche in Deutschland aus Steuermitteln - und das für eine teilweise hochintensive Wirtschaftsweise zu Lasten von Natur, Umwelt und Klima, erklärte der NABU vergangene Woche.
Die Steuermittel würden bislang überwiegend „mit der Gießkanne“ und ohne konkrete Umweltauflagen ausbezahlt. Zu hohe Nitratwerte in Grund- und Oberflächenwasser, ein anhaltender Umbruch von feuchten und anmoorigen Grünlandflächen mit gewaltigen Emissionen klimarelevanter Gase sowie ein massiver Verlust ökologischer Rückzugsflächen in der Agrarlandschaft seien das traurige Ergebnis dieser Politik.
Zu den Subventionen und Staatshilfen gehörten die Direktzahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aus Brüssel, die Förderprogramme von Bund und Ländern, die Agrardieselvergütung sowie die landwirtschaftliche Sozialpolitik.
Der NABU erinnerte daran, dass im Kontext der anstehenden GAP-Reform derzeit diskutiert wird, die Direktzahlungen und Prämien stärker an konkrete gesellschaftliche Leistungen zu koppeln. Das Credo laute: „Die Landwirtschaft verdient Unterstützung der Gesellschaft, aber nur für die Erbringung von klar definierten Aufgaben wie die Erhaltung und Förderung der Umweltressourcen Boden, Wasser, Klima, Biodiversität und Landschaft.“ (AgE)
Leserkommentare
Hier sind sie auch beieinander, sogar noch mit Spendensammelkonzernen und seit 2009 schon:
[11.10.2012]
http://www.bauernverband.de/lerche --- "Feldlerchen schützen und fördern - Projekt von DBV und NABU: Der Deutsche Bauernverband und der Naturschutzbund Deutschland NABU haben mit dem gemeinsamen Projekt „1000 Äcker für die Feldlerche“ das Ziel verfolgt, einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu leisten und die Bestände der Feldlerche als typische Vogelart der offenen Kulturlandschaft zu fördern. Ziel des im Jahr 2009 gestarteten Projektes war es, möglichst viele Landwirte für die Anlage von Feldlerchenfenstern zu gewinnen, um bundesweit die symbolische Summe von 1.000 „lerchenfreundlichen“ Äckern zu erreichen. Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt für einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert."
von detmarkleensang
empfänger eu-agrarfond- suche
[10.10.2012]
D. Kleensang,Du mußt das Komma mindestens eine Stelle verschieben. Habe Städte Stuttgart,Leipzig und Potsdam eingegeben, und komme schon fast auf deinen Wert "400000€" für NABU. Landesumweltamt Potsdam kassiert 30 Mio. Auch der kleine Heimatort verbirgt Überraschungen. Eine 2500 Seelen Ort kassiert mal eben 90000€ für eine grüne Mitte!! Wir reden hier über Agrarsubventionen!! Trotz alledem werden großen Flächen zu hoch und kleine Flächen zu niedrig gefördert. Der BV sieht das sicher anders :-/
von
Hier
[10.10.2012]
sind sie beieinander: http://www.wir-haben-es-satt.de/start/hannover/was-wann-wo/
von Slowfoot
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
[10.10.2012]
Wenn der NABU weiterhin so pauschal unsere Berufsgruppe anklagt, werden wir die Zusammenarbeit auch auf Kreis- und Regionalebene (wo sie z.Zt. funktioniert) überdenken und einstellen müssen. Wer lebt mit der und nicht gegen die Natur, verdient sein Geld damit und erhält sie gerade deswegen? Wer füttert die Bevölkerung zum Spottpreis und soll noch die Energiewende mithelfen zu stemmen? Vorsicht NABU! Dr. Willi Billau, Regionalbauernverband Starkenburg
von massa04
Wie viel Subventionen pro Hektar Eigenland bekommt denn der NABU?
[10.10.2012]
Irgendwie schwebt mir noch eine Zahl von 400tsd Euro in einem Jahr vor, was der NABU an Agrarsubventionen bekommen hat. Leider kann ich das nicht mehr verifizieren. Daher: nur mit Vorsicht zu geniessen, diese Zahl! Wenn jemand genaueres weiß, immer her damit! Und ja: es wäre fatal, sämtliche Agrarsubventionen inclusive den höchst fraglichen für landwirtschaftsfernes Gewerbe den Bauern mit anlasten zu wollen. Da gehört mal einiges aufgeräumt!
von detmarkleensang
Äpfel und Birnen...
[10.10.2012]
...kann der NABU anscheinend nicht unterscheiden. Traurig und populistisch...
von klausmueller
Lüge
[10.10.2012]
Soweit mir bekannt sinken die Flächenprämien auf 354€ in 2013.Woher kommen die 700?? Die sollten die Förderungen von Konzernen wie Lufthansa,Baywa,Nordmilch(Kontor) unterbinden.Und nicht diese Zahlen auf die anderen Landwirte übertragen. Das mit den Mooren stimmt auch nicht mehr.Es werden mehr Flächen zu Mooren verwandelt.Es könten noch mehr sein ,aber durch den Biogasboom sind kaum noch Flächen vorhanden. Im Endeffekt sind es nur olle Kamellen was sie hier schreiben.
von
Es wäre kein Thema ....
[10.10.2012]
.. würden die Landwirte 100 € / ha als Ablassprämie davon dem NABU geben. WIESENHOF hat sich auch bei PETA freikaufen müssen, von der medialen Hexenverbrennung.
von futtersilo
Offenlegung längst überfällig
[10.10.2012]
Der Nabu fordert: „Die Landwirtschaft verdient Unterstützung der Gesellschaft, aber nur für die Erbringung von klar definierten Aufgaben wie die Erhaltung und Förderung der Umweltressourcen Boden, Wasser, Klima, Biodiversität und Landschaft.“ Deshalb müssen die Zahlen offen auf den Tisch. Wenn es stimmt, dass 1,5% der landw. Betriebe annähernd 35% der Direktzahlungen kassiern, dann muss das schnellstens geändert werden. Fragen wir uns doch, wer kassiert denn nun wirklich? Wo sind denn die klar definierten Aufgaben? Wie werden Großflächen oft bewirtschaftet? Wie viele Industrielle kassieren mit? Aber alles wird pauschal beschrieben mit 700 € / ha.
von beernhof
jeder ha
[10.10.2012]
naja ist wohl falsch verteilt.... Meine ha s bekommen keine 700 € Schafft die Prämien ab und zahlt uns den Preis den die Nahrungsmittel wert sind ! Vollkostendeckend versteht sich ! MfG
von jschulzep
Das Credo lautet
[10.10.2012]
"Die Landwirtschaft verdient Unterstützung der Gesellschaft das die Versorgung mit Narungsmittel sicher gestellt ist,für das bereitstellen von Nahrungsmitteln zu niedrigen Preisen, und das wir nicht von Importen aus dem Ausland abhängig sind." Diese Ziele wurden im Gründungsvertrag der Europäischen Gemeinschaft festgelegt. Die Landwirschft hat diese Ziele erreicht, und hat dies mit einem großen Höfesterben bezahlt. Andere sogenannte "klar definierte Aufgaben" müssen daher klar definiert gesondert honoriert werdern.
von gerdingludger
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