[28.07.2011]
Obsternte
Am Mittwoch hat der Landtag von Baden-Württemberg mit zusätzlich 7 Mio. Euro den Weg frei gemacht für die Unterstützung der Betriebe, die durch die Spätfröste Anfang Mai dieses Jahres schwer geschädigt wurden. „Wir haben ein gutes Paket geschnürt, um auf die dramatischen Ernteausfälle reagieren zu können, die viele Weinbaubetriebe im Taubertal, im Kocher-Jagst-Gebiet und im Unterland durch den Frost erlitten haben“, erklärte Agrarminister Alexander Bonde gestern in Stuttgart. Das Antragsverfahren für die Weinbauern könne nun wie geplant Anfang September starten. Die Hilfsmaßnahmen sollen bis Ende 2011 umgesetzt sein. Zuständig sind die Landratsämter.
Grundlage für die Hilfe ist auf Grund von Vorgaben der Europäischen Union, dass ein Betrieb einen Ertragsausfall von mindestens 30 % aufweist. Die Mindestauszahlung soll bei 3.000 Euro und die Obergrenze bei 50.000 Euro liegen. Mit dem Verfahren wird sichergestellt, dass auch Nebenerwerbslandwirte unterstützt werden können.
Minister Bonde appellierte zudem nochmals an die Hausbanken der Betriebe, alle Möglichkeiten der Hilfestellung zu nutzen. Auch innerhalb der Weinbranche komme es nun auf Solidarität an. So sollten sich die Wirtschaftsbeteiligten im Rahmen des Möglichen gegenseitig helfen, um die Auswirkungen des Schadens zu reduzieren.
Insgesamt wurden rund 3.200 ha Rebflächen und 740 ha obstbaulich genutzte Flächen durch die Spätfröste total geschädigt. (ad)
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