[18.01.2012]
Laut neuestem Stand haben rund 30 der insgesamt knapp 2 300 britischen Betriebe die pünktliche Umsetzung des Verbots nicht ausgestalteter Käfige für Legehennen verpasst. Insgesamt sind rund 420 000 Hennen betroffen oder 1 % des Gesamtbestands. Das britische Landwirtschaftsministerium kündigte an, gegen die säumigen Betriebe hart vorzugehen und forderte die schnellstmögliche Abschaffung der verbleibenden Batteriekäfige.
Der Verband der britischen Eierwirtschaft (BEIC) zeigte sich entsetzt und warf den betreffenden Haltern Nestbeschmutzung vor. Die Eierproduktion in nicht ausgestalteten Käfigen sei illegal und bringe die große Mehrheit der Erzeuger in Misskredit, die umgerechnet 480 Mio. Euro investiert hätten, um rechtzeitig umzustellen.
Damit ist die Zahl der EU-Mitgliedstaaten, in denen zum Stichtag 1. Januar Eier auf illegale Weise produziert wurden, auf 15 gestiegen, darunter Frankreich, Polen, Belgien, Italien und die Niederlande. Insgesamt waren rund 47 Mio. Tiere oder 14 % des EU-Gesamtbestands an Legehennen betroffen. In Deutschland wurden Legebatterien bekanntlich bereits zum Jahreswechsel 2009/10 abgeschafft. Ob London jetzt ein Vertragsverletzungsverfahren droht wie den übrigen säumigen Staaten, wollte die Kommission Ende vergangener Woche noch nicht sagen. (AgE)
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