Rewe will bei eigener Milch auf GVO-Soja verzichten

[12.08.2012]


Rewe PRO PLANET Rewe PRO PLANET Der Lebensmittelhändler Rewe will bei seinen eigenen Molkereiprodukten auf Gentechnik verzichten. Wie das Unternehmen mitteilt, stammen Milchprodukte mit dem PRO PLANET-Label aus Betrieben, die sich dazu verpflichten, in Zukunft nur noch umweltschonend angebaute Futtermittel einzusetzen, die nicht gentechnisch verändert sind. Zudem werde der Anteil an Soja aus Übersee-Ländern kontinuierlich reduziert. Ziel sei, dass das Futter in zwei Jahren kein Soja aus Übersee enthält.

Wie der Informationsdienst Gentechnik dazu berichtet, gibt es so produzierte Milch und Sahne verschiedener Eigenmarken bereits in 650 Rewe- und Penny-Supermärkten in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und in Nordbayern. Lieferant sei bislang ein Unternehmen, das bereits auf gentechnikfreie Futtermittel umgestellt. Kämen bei entsprechender Nachfrage weitere Erzeuger hinzu, wolle Rewe diesen eine Frist von zwei Jahren zur Umstellung gewähren. Danach müssten auch sie ohne Soja aus Übersee auskommen. Während der Übergangszeit dürfe aber auch nur gentechnikfreies Futtermittel verfüttert werden, so ein Rewe-Vertreter. (ad)
 

Leserkommentare

14 Kommentar(e)
  • Wenn REWE alles aus dem Sortiment nähme...

    [13.08.2012]

    ...was mit Hilfe von GVO hergestellt wurde, wären die Regale halb leer. So ehrlich muss man doch mal sein. Bloß weil heute viele Gutmenschen aus Essen eine Religion machen, muss man doch nicht auf diesen Zug aufspringen!

    von klausmueller

  • [12.08.2012]

    Ich versteh die Aufregung nicht. Bei QM und QS haben alle Hurra geschriehen. Am Anfang gibts einen kleinen Bonus beim Preis, dann wird es zum Standard erklärt und schließlich bei Nichtteilnahme einen Preisabzug. Was ist bei GVO-frei so schlimm, was bei QM und QS dann wieder so gut sein soll?

    von rasta-man

  • Die Kommentare hier

    [12.08.2012]

    sind voll von mehr oder weniger persönlichen Ansprachen. Die gehören auch alle nicht hier her und stehen trotzdem drin. In einem hattest Du aber Recht, landfuerst: Manche argumentieren sich ärmer als sie sein müssten. Wenn REWE GVO-Soja-freie Milch habe will, dann bekommt REWE das auch. Selbst wenn sie nicht mehr bezahlen würden wird man als Produzent nicht ärmer dabei, wenn die Nachfrage hoch genug ist. Auch die Nachfrage nach GVO-freiem Soja! Das wird dann nämlich vermehrt produziert und dadurch erstens leichter zu bekommen sein und zweitens billiger werden. Damit hätten sich die Mehrkosten auf rein marktwirtschaftlichem Weg erledigt. Angebot und Nachfrage eben. So funktioniert der Markt. Wenn er funktioniert. Wollen wir nun an den Markt?

    von detmarkleensang

  • [12.08.2012]

    Es gibt Kommentare die sind persönlich und gehören hier nicht hin! Aber mit den Landfuersten darf man ja machen was man will, es lebe die Kolchose....???

    von landfuerst

  • [12.08.2012]

    @Detmar Du hast mit den Vertreibungen schon recht. Nur werden die vertrieben weils dort erlaubt ist GVO Soja anzubauen, oder weil amn auf deren Feldern gutes Geld verdienen kann zB mit Soja oder Zuckerrohr, egal ob nun GVO oder normal?

    von meyenburg33

  • Ein deutliches Zeichen

    [12.08.2012]

    das Landfürsten keine Ahnung von Marktwirtschaft haben. Brauchen sie ja auch nicht. Landfürsten lassen arbeiten ;)

    von detmarkleensang

  • !!!

    [12.08.2012]

    Ich habs doch gewußt! Die Bauern bringen Zusatzleitungen ohne dafür entlohnt zu werden und argumentieren sich selber armer als sie sein müßten! wen wunderts das die meisten zu wenig Eigenkapital bilden....Aber hauptsache man fühlt sich gut!

    von landfuerst

  • Mehrkosten

    [12.08.2012]

    Ich lese hier immer von Mehrkosten in den Kommentaren. Als wenn es keine Marktwirtschaft gäbe. Angebot und Nachfrage, das ist es doch, dem wir uns stellen sollen! Oder nicht? Wenn REWE Milch GVO-Soja-frei erzeugt haben möchte, dann bekommt es das. Egal woher. Wenn der Preis für die Nachfrage stimmt. Und wenn wir Milcherzeuger GVO-freies Soja nachfragen, dann wird auch das produziert werden. Zweifellos! Es sei denn, es gibt keinen Markt, an dem wir teilnehmen. Ich bezweifele auch, dass schon mal einer der hier anwesenden die Mehrkosten reel und global durchgerechnet hat. Denn GVO-Soja kommt auch ziemlich teuer. Wenn man bedenkt, dass südamerikanische Kleinbauern von ihren Feldern für ihre Eigenversorgung vertrieben werden, zugunsten GVO-Soja

    von detmarkleensang

  • Soja

    [12.08.2012]

    Es geht hier nicht nur um Gentechnik.Es geht generell um Soja aus Übersee.Ich finde es eien Wettbewerbsverzerrung wenn auch Gentechnikfreies Soja aus Übersee nicht verwendet werden kann. Für mich ist das nur eine Marketingkampagne.Wo die Bauern die mitmachen bzw.alle auf den Mehrkosten sitzenbleiben. Ich versteh nicht warum man Gentechnikfreies Soja so an den Pranger stellt!

    von

  • Quatsch

    [12.08.2012]

    Das ist alles Quatsch. Zuerst sollte sich mal über die Mehrkosten unterhalten werden und über deutliche preiserhöhungen.

    von futtersilo

  • unser höchstes gut

    [12.08.2012]

    die gesundheit ist das höchste gut und damit unbezahlbar.wir füttern schon lange gvo-frei,doch wird d.milch noch nicht als solche vermarktet.in anbetracht ,dass ich die tankrohmilch auch selber trinke und mich verantwortlich fühle für alle weiteren konsumenten und meine werte nicht opfere,nehm ich lieber den finanziellen statt den eventuellen gesundheitlichen schaden in kauf.gentechnik ist ein unkalkulierbares risiko und gehört nicht in die milch.durch eine mächtige minderheit ist es schon schlimm-weit gekommen, dass gvo,s schon jetzt die gvo-freien futter und lebensmittel VERTEUERN.ich bin rewe sehr dankbar und hoffe auf viele, viele die mitmachen, damit das projekt gelingt zum besten für das grosse ganze

    von heike comeback

  • Landliebe

    [12.08.2012]

    Rewe braucht das Rad nicht neu erfinden. Ein solches Programm gibt es schon seit Jahren bei Campina im Landliebe-Programm!

    von holstein-paule

  • ??

    [12.08.2012]

    Wie viel Cent bekommen denn die Bauern für ihre Milch mehr? Oder sollen sie zum selben Preis wie alle anderen Sonderleistungen bringen? Wie sieht es mit Verschleppungen, Verunreinigungen etc aus? Alles verboten ? Ok, aber was kostet das alles? Marketing auf Kosten anderer ist raffiniert und wahrscheinlich werden die Bauern sich mal wieder aus "Stolz" am Programm teilnehmen zu dürfen ohne entsprechende Entlohnung, ökonomisch hinters Licht führen lassen!! Wo sind all die Ökonomischen Berater ???

    von landfuerst

  • [12.08.2012]

    Interessanter Ansatz. Nur wie soll dieser Umgesetzt werden, wenn die Anbieter aus Übersee überhaubt nicht auf Gentechnik verzichten wollen? Und was bleibt am Ende für die hiesigen Erzeuger übrig? Es ist nämlich davon auszugehen, das derart produzierte Lebensmittel auch bei uns Landwirten nicht unwesentlich höhere produktionskosten verursachen!

    von preuße

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