Sachsen-Anhalts Betriebe 2010/11 mit deutlichem Gewinnplus

[08.02.2012]

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Die wirtschaftliche Lage der Agrarbetriebe in Sachsen-Anhalt hat sich im Wirtschaftsjahr 2010/11 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiv entwickelt und entspricht damit dem bundesweiten Trend. Das zeigt die Auswertung der Betriebsergebnisse der landwirtschaftlichen Unternehmen.

„Sachsen-Anhalts Landwirtschaft hat sich gut behauptet; die Mehrheit der Betriebe ist wirtschaftlich solide, sie produzieren in aller Regel rentabel, sind ausreichend liquide und verfügen über stabile Betriebsstrukturen mit einem zunehmend höheren Anteil an Bodenvermögen“, erklärte Ressortchef Dr. Hermann Onko Aikens. Auch für das laufende Wirtschaftsjahr sei eine gute Entwicklung zu erwarten, was die Betriebe in die Lage versetzen dürfte, 2011 aufgeschobene Investitionen nachzuholen und die Unternehmen somit nachhaltig aufzustellen.

Laut der Auswertung der Betriebsergebnisse verbuchten die Unternehmen 2010/11 über alle Betriebs- und Rechtsformen hinweg im Durchschnitt ein deutliches Plus bei den Gewinnen. Deren mittlerer Wert lag für  Einzelunternehmen demnach bei 317 Euro pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF). Das entsprach einem Anstieg von 34 % zum Vorjahr.

Größter Einkommenszuwachs bei Rinderhaltern

Die GbR erzielten durchschnittlich 345 Euro/ha LF, ein Plus von 25 %. Der Gewinn der juristischen Personen lag bei 167 Euro/ha LF und ist damit um rund 87 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum angestiegen. Für diese Aufwärtsentwicklung macht das Landwirtschaftsministerium insbesondere die Verbesserung der Erzeugerpreise verantwortlich. Die Futterbaubetriebe erreichten aufgrund der besseren Preislage bei Milch und Rindfleisch im Durchschnitt den höchsten Gewinnzuwachs, wobei das Agrarressort darauf hinwies, dass die Vorjahresergebnisse hier auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau lagen.

Bei den Ackerbaubetrieben verhinderten witterungsbedingte Ertragsausfälle ein noch besseres Ergebnis. Zudem ist im Hinblick auf die Stabilität der Marktfruchtbetriebe ein Zuwachs an Eigenkapital in einem Umfang von 76 Euro/ha LF bei den Einzelunternehmen, 69 Euro/ha LF bei den GbR und 46 Euro/ha LF bei den juristischen Personen errechnet worden. (AgE)

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