Mastställe schwer mit resistenten Bakterien belastet?

Schweinemast Eine deutsche Forschergemeinschaft hat in der Tiermast einen rasanten Anstieg von ESBL-bildenden Keimen festgestellt. In 67 % der untersuchten Rinderställe und in 88 % der Schweineställe fanden sie die gefährlichen, gegen Antibiotika resistenten Bakterien, berichtet der Spiegel. Bei den Hähnchenbeständen kamen sie sogar auf volle 100 % der Ställe, während das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hier lediglich von einer Belastung von 27 % ausgeht. Die Forscher hatten für die Studie 54 Betriebe untersucht.

Unklar ist noch, in welchem Umfang das Problem mit dem teils exzessiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung zusammenhängt. Untersuchungen zufolge haben etwa 4 % der Menschen resistente Bakterien bereits im Darm. Andere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass über 70 % der im menschlichen Darm nachgewiesenen Keime in ihrem Genotyp exakt mit den Bakterien aus der Tiermast übereinstimmen. (ad)
 

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17 Leserkommentare Kommentieren

  1. von tierarzt17 · 1.
    Arroganz der Besserverdienenden

    Doris Peitinger und auch Herr Bottermann haben wahrscheinlich genug Geld, sich "besseres" Fleisch - sprich, zum Beispiel mal eine Poularde, welche langsamer groß gezogen wurde - zu kaufen und abends schön zuzubereiten. Und was macht die alleinerziehende Mutter, was macht der U-Bahnfahrer aus München mit zwei Kindern? Ja, der soll halt dann nur noch einmal im Monat sich ein Hühnchen leisten statt jede Woche eine Hähnchen von Wiesenhof, welche im übrigen eine hervorrragende Qualität hat. Laßt die Leute kaufen, was sie wollen. Daß man Hühnchen gut gar machen muß, ist ne Binsenweisheit guter Hausfrauen und hat mit neuen Erkenntnissen nichts zu tun. Das Leben war immer schon lebensgefährlich.

  2. von alorie · 2.
    Hat sich schon mal jemand gefragt...

    ...ob es diese Resistenten Keime nicht schon immer gab? In einem m³ Mutterboden sind mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde!!! So zumindest auf jeder Landwirtschaftlichen Schule bisher gehört. Und selbst wenn ich dann mal jede Milliardste Mikrobe (o,oooooo1%) als ANDERS betrachte, sind in jedem Hektar Acker schon über 16.000 Andersartige Bakterien,...!!! Bei gerade mal 20 cm Krumendichte gerechnet. Und dann soll mir einer sagen eines davon könnte nicht schon immer Resistent gewesen sein. Schließlich ist in der Natur draußen ein Hauen und Stechen ums Überleben im Gang, daß jedes noch so kleine Schlupfloch genutzt wird um zu überleben. Und somit gibts unzählige Strategien zu überleben. Oder zu verdrängen, töten, fressen,...................

  3. von futtersilo · 3.
    Das meldet AHO

    (aho) – Schweinefleisch von Schweinen, die mit Antibiotika im Futter aufgezogen wurden, ist nicht häufiger mit MRSA-Keimen besiedelt, als Fleisch aus Antibiotka-freier Mast. Das berichten jetzt Wissenschaftler im Journal PLoS One. Für ihre Untersuchungen hatten sie 395 Proben Schweinefleisch aus 36 Supermärkten in den US-Bundesstaaten Iowa, Minnesota und New Jersey gekauft und mikrobiologisch untersucht. Rund zwei Drittel der Proben waren mit Staphylokokken (Staph. aureus) kontaminiert. Der Anteil von MRSA an allen Schweinefleischproben betrug 6.6% Prozent, beim Kotelett wurden die Untersucher bei fast jeder zweiten Probe fündig. “Wir waren verwundert, dass wir keinen signifikanten Unterschied zwischen konventionellem und antibiotikafreiem

  4. von landfuerst · 4.

    Wenn die Biobetriebe und ihre Verbände auf die Straße gehen und die anderen Landwirte schlecht reden, dann müssen sie sich nicht wundern wenn das Pulverfass auch ihnen um die Ohren fliegen kann, das sie da aufgemacht haben. Im Handelsblatt war vom 4.06.2011 zu lesen "Eine Hysterie und Ihre Kosten"...Jeder der sich sachlich zu all den "Krisen" und "Skandalen" informiern möchte sollte diesen Artikel lesen. Ich arbeite seit Jahren jeden Tag auf meinen konventionellen Betrieb mit Tierhaltung und ich versuche jeden Tag ein Bisschen besser zu werden, und ich werde mir nicht von anderen einreden lassen, dass sie besser Menschen sind als ich nur weil sie Bio machen!!! Da hört bei mir der Spaß auf und da setz ich mich ohne wenn und aber zur Wehr!

  5. von bioc · 5.
    Schuld

    Wer hat Schuld ? Die Landwirte? Die Investieren um den Betrieb in 20 Jahren noch zu haben? Die Verbraucher? Die jeden Tag zig dumping Angebote bekommen nur damit sie in einen bestimmten Laden spaziert? Die Lebensmittelindustrie ? Die Renditen vorweisen müssen? Politiker die eine halbwertzeit von 4 Jahren haben ? Medien die jeden Tag gehört und gelesen werden wollen? Hören wir doch auf uns gegenseitig die Schuld in die Schuhe zu schieben ! Nur gemeinsam (Landwirt,Verarbeiter,Handel,Verbraucher, Politik,Medien) können WIR uns in Deutschland so positionieren das ALLE(!) Auf das was sie auf dem Teller haben stolz sein können! KONVENTIONELL genauso wie BIO! Unterschiede soll und muss es geben! Jeder hat Verantwortung für sich und seine Kinder!

  6. von Doris Peitinger · 6.
    Falsche Unterstellungen

    Es ist sehr bezeichnend, wie einige Herren, logischerweise anonym, versuchen, mir Worte in den Mund zu legen, die ich nie getätigt habe. Deshalb nochmal: Weder die biologisch noch die konventionell wirtschaftenden Bauern können sich einen erneuten Skandal leisten. Sind diese Keime tatsächlich so gefährlich und treten entsprechend auf, muss dies untersucht und abgestellt werden. Denn dann geht es um Menschenleben. Und dem Verbraucher muß dringend klar gemacht werden, dass er seine gewünschten Lebensmittel nicht zum Spottpreis erhalten kann. Gerade dies wurde schon lange versäumt.Dass hingegen mancher die Sachlage für makabre eigene Propagandazwecke nutzt ist leicht erklärbar, ist er doch gegen Skandale gefeit, mangels Nutztierhaltung...

  7. von landfuerst · 7.

    Der Beitrag von Doris Peitinger macht das Grundproblem der LW deutlich: Da gibt es die einen die ihre Zukunft in der Kostenführerschaft sehen und die anderen, die dieses aus den verschiedensten Gründen und Motivationen heraus für Falsch halten: Da gibt es die fundamentalistischen Tierschützer (die bringen polnische Straßenköter in deutsche Tierheime), da gibt es die Biobauern, die eine Chance darin sehen sich am Markt besser zu positionieren, wenn sie die bösen Massentierhalter schlecht machen, manche Landwirte kommen mit der schnelllebigen Zeit nicht klar und verteufeln alle die permanent technischen Fortschritt einsetzen. Eine Fülle von Leuten verdient gut an "Skandalen" und "Krisen" und und und..aber alle tuen altruistisch...

  8. von futtersilo · 8.
    SiliconBusen + Kreuzfahrten + 53 BIOtote

    Deutschland hat das sauberste Trinkwasser auf dieser Welt, trotzdem erlaubt es sich hier eine gruppe von Leuten, ständig und andauernd auf den Landwirten rumzuhacken. Solange in Deutschland Menschen geld für Siliconbusen und luftverschmutzende kreuzfahrten ausgeben, es ständig verschwiegen wird, das vor 9 Monaten 53 Menschen an dem verzehr von veganer BIO Nahrung gestorben sind, kann man diese Panikmache nur noch als gezieltes Mobbing abtun.

  9. von Doris Peitinger · 9.
    Wer badet es aus?

    Ohne Frage ist bereits eine Belastung von 27 % in Hühnermastbetrieben zu viel - 100 % ist ein Disaster. Der Versuch, alles unter dem Deckel zu halten, funktioniert immer weniger, dies müßte doch auch den ewig Gestrigen klar sein, die mal wieder die Ursachen verschleiern wollen. Kommt ein neuer Skandal, nutzt die ganze Billigproduktion nichts, ausbaden müssen wir Erzeuger es wieder mal. Es wäre wesentlich sinnvoller, dem Verbraucher klar zu machen, dass für die von ihm gewünschte Produktion ( und zwar zwingend nur gesunde (!) Lebensmittel ) ein bestimmter Preis benötigt und von diesem zu bezahlen ist. Dies wurde in den letzten Jahren unverantwortlich vernachläßigt und nur der Wettbewerb über den Preis forciert.

  10. von g.gey · 10.
    Warum anonym?

    Offensichtlich gibt es diese Forschergemeinschaft nicht, sonst brauchte man nicht anonym zu bleiben ! Es passt aber ins Bild der Panikmache vom BUND und Gleichgesinnten,vielleicht auch so gesteuert. von agrofan

  11. von futtersilo · 11.
    Alles bedeutungslose Panikmache

    Die ganze Diskussion zeigt doch wieder, daß wir hier im allerbesten Wohlstand leben, während deshalb in der Dritten Welt die Menschen dort weder gescheit zu Essen haben und unter schlimmsten hygienischen Umständen leben, die an Schulen bis zu 3 Cholera-Epedemien im jahr auslösen. Uns geht es zu gut und einigen die mit der Panikmache ihre Existenz zu begründen versuchen viel zu gut. Achso meine Katzen und unser Hund wollen sich ums verplatzen nicht vegetarisch ernähren..... die haben schon wieder Mäuse ohne Betäubung langsamst gekillt ! http://www.brandeins.de/magazin/nein-sagen/klo-fuer-die-welt.html

  12. von hhardege · 12.
    Meinungsmache

    Ein weiteres Beispiel wie von interessierter Seite mit den Ängsten der Bevölkerung Stimmungsmache betrieben wird! Es lohnt wirklich nicht die aus seriöser Forschung gesichtere Information hier dagegen zu setzen. Nur mal so zum Nachdenken " Der letzte große Lebensmittelskandal wurde von einem Biobetrieb verursacht! Es war der einzige bei dem leider mehrere Menchen zu Schaden gekommen sind!"

  13. von lando · 13.
    schaut einfach hier!

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1315152#/beitrag/video/1550328/T%C3%B6dliche-Keime-aus-der-Massentierhaltung-----------------------------------------------------------http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,811423,00.html------------------für den, der sich außerhalb der DBV meinung informieren will..

  14. von simson09 · 14.
    @ ehrlicher

    Warum machen denn auch alle Landwirte jeden Scheiß mit,den man ihnen diktiert????Wenn die Beratungsringe sagen,du mußt mehr Sauen halten,damit es (uns)mit deinen Partien besser passt,dann wird schon der Bagger bestellt.Warum wird nicht endlich mal Maß gehalten in der Landwirtschaft????Immer mehr,und es ist alles nur noch ein gegenseitiges bekämpfen.Es ist ein Kampf um die Fläche entbrannt,denn jeder muß seine Gülle,die es ja im überfluss gibt,loswerden,kein Wunder dass die Pachtpreise explodieren,es ist einiges im argen mit unserem System,und jetzt wo alles zu spät ist und so manche Existenz ruiniert ist,wird aufgeschrien.Aber weiter so ,baut noch größere Ställe.....

  15. von helmut_ehrlicher · 15.
    Welche Verantwortung tragen die Schlachtkonzerne an diesem Skandal? Die Bauern sind die Getriebenen im System!

    Auch hier sind wieder nur die Landwirte diejenigen, die es als schwächstes Glied in der Kette allein ausbaden müssen, wenn durch den Skandal der Absatz einbricht und der Preis für den Bauern noch ruinöser wird. Da helfen dann keine Wirtschaftsberater mehr, die z.B. den neuen Hähnchenstall empfohlen haben. Ich bin gespannt wie der DBV den Betrieben hilft? Liquiditätskredite vom Staat fordern? Wovon zurückzahlen? Ist es mittel- bis langfristig zielführend Tierhaltungssysteme nur nach „Wettbewerbsfähigkeit“ (=billiger Export - „Reste nach Afrika“) zu optimieren, den Bauern die ganze Arbeit und das komplette Absatzrisiko überlassen, dass am Ende so etwas dabei herauskommen kann? Hoffentlich wirds nicht so schlimm wie dargestellt.

  16. von agroalf · 16.
    Wer hat die Studie bezahlt?

    Von wem wurde diese Studie in Auftrag gegeben? So ein Zufall, dass diese genau in die BUND-Kampagne passt!!! Jetzt wirds endlich Zeit, die Bio-Ställe unter die Lupe zu nehmen. Nur so kann die ganze Angelegenheit versachlicht werden. Warum traut sich da niemand ran??? Achtung BDM-Anhänger: Die Kampagne hat (wie übrigens alle professionell organisierten und gut finanzierten Kampagnen) eine klare Eskalationsstrategie. Jetzt kommen auch die Rinderhaltungen mit dran. Eure "Freunde" werden euch nicht schonen. Ihr kommt genauso mit unter die Räder! Kampagnen von NGO´s dienen dazu Spendengelder zu sichern. Da gibts weder Skrupel noch spezielle Freunde. Da ist "die" böse Landwirtschaft der Feind. Denkt mal darüber nach, wem ihr huldigt!

  17. von landfuerst · 17.
    ???

    Eine Studie mit 54 Betrieben und dann noch verteilt auf verschiedene Tierarten erlaubt doch keine fundierte Aussage! Wenn man mit Prozentzahlen arbeitet verliert man schon mal den Überblick. Wenn ich das richtig verstehe, dann hat man bei 2,8 % der untersuchten Menschen resistente Keime gefunden die mit den Genotyp der Tierkeime übereinstimmen. War die Auswahl der unteruchten Menschen zufällig? oder waren da Risikogruppen bei, so dass die Ergebnisse zu hoch liegen? Gibt es räumliche Zusammenhänge? Über Klärschlamm wurde noch gar nicht gesprochen!? Bei all der Aufgeregtheit sollte man sachlich bleiben und nicht nur eindimensional denken

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