US-Farmer setzen voll auf Gentechnik

[31.07.2012]


Sojabohnen in Wisconsin Sojabohnen in Wisconsin In den USA ist der Anbau gentechnisch veränderter Zuckerrüben, die resistent gegen den Wirkstoff Glyphosat in Herbiziden gemacht wurden, ab sofort uneingeschränkt möglich. Diese Entscheidung hat das US-Landwirtschaftsministerium bekanntgegeben, nachdem die zuständige Prüfbehörde in einer dreijährigen Umweltverträglichkeitsprüfung zu dem Schluss gelangt war, dass von der so genannten „Roundup-Ready-Zuckerrübe“ keine größere Gefahr ausgehe als von herkömmlichen Rüben.

Getestet wurde insbesondere, ob von der gentechnisch modifizierten Zuckerrübe Schäden an anderen Kulturarten oder der Umwelt zu erwarten seien, was der zuständige Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) für höchst unwahrscheinlich hielt. Die herbizidtolerante Zuckerrübe bekam deshalb den Status einer nicht regulierten Kultur verliehen, was einen uneingeschränkten Anbau möglich macht.

Auch bei anderen Anbaufrüchten setzen die US-Farmer voll auf genetisch veränderte Organismen (GVO). Einer Erhebung des Nationalen Agrarstatistischen Amtes zufolge wurden im Jahr 2000 erst auf einem Viertel der gesamten US-Maisfläche Genpflanzen angebaut; in diesen Jahr liegt der Anteil bereits bei 88 %. Zum Einsatz kommen dabei herbizidtolerante oder insektenresistente Sorten sowie eine Kombinationen aus beiden, wobei die Kombi-Kulturen mit einem Anteil von mehr als 50 % am häufigsten eingesetzt werden.

Noch verbreiteter ist der GVO-Anbau bei den Baumwollfarmern in den USA, die ihre Anbaufläche zu 94 % mit den gentechnisch veränderten Sorten bestellen. Im Sojabohnenanbau liegt der Anteil laut US-Bericht in diesem Jahr bei 93 %; im Jahr 2000 war dies nur auf 54 % der Fläche der Fall gewesen. (AgE)

Leserkommentare

5 Kommentar(e)
  • Und warum ist das so?

    [31.07.2012]

    Es ist ganz einfach . Es gibt fast nichts anderes mehr. Wer dem Bericht von Don Huber zuhören konnte . Kann sich einen Reim darauf machen. Liebe Leute schaut genau hin und glaubt nicht alles was geschrieben wird. Fragt nach , informiert Euch nach allen Richtungen. Solche Nachrichten sollen uns suggerieren das diese Konstrukte das non plus ultra sind. Aber wenn man mal die 20 jährige Bilanz des GVO-Anbaus in den USA ansieht sind die Versprechen die die Konzerne gemacht oder machen nicht eingehalten worden. Was lernen wir daraus? In Europa nicht anbauen. Bei der Vielfalt bleiben und Züchtung beibehalten. Renate Kaupenjohann

    von paulin

  • Und warum ist das so?

    [31.07.2012]

    von paulin

  • trügerische scheinlösungen

    [31.07.2012]

    das verhängnisvolle an der technologie ist meines erachtens ,dass toxische gene in das erbgut von pflanzen integriert!! werden und somit in ihren zellen wirksame mengen von gift produzieren.die nutzpflanzen selbst sind nun ,,zum pestizid geworden,,.toxine und herbizid-blockierer gelangen nun DIREKT und nicht mehr auf umwegen über wasser und boden in die nahrungskette.von den eingebauten antibiotikumresistenzgenen welche der ,,kontrolle,, dienen ganz abgesehen.wer mal das buch liest:kluge pflanzen von Volker Arzt,könnte erkennen,dass es besser wäre die schon vielfältigen!! und nützlichen!! eigenschaften der pflanzen zu nutzen,anstatt durch scheinlösungen die probleme nur noch zu verschlimmern.dies alles zum besten des ganzen

    von heike comeback

  • Gentechnik in der Sackgasse! Wo sind die angepriesenen Erfolge?

    [31.07.2012]

    Mais- und Baumwollschädlinge sind bereits resistent und befallen die GVO-Pflanzen sogar noch stärker als normale Pflanzen. Resistente Super-Unkräuter machen die Glyphosat-Eigenschaft auch noch total nutzlos. Alle Ökonomischen Versprechen für die Bauern lösen sich damit in Luft auf und obendrein wächst der Protest der Bevölkerung in den USA gegen GenFood rasant. GVO ist mittlerweile eine Sackgassentechnologie geworden, die nur noch Risiken in sich birgt.

    von helmut_ehrlicher

  • ????

    [31.07.2012]

    Wie kann man nach diesen Infos noch Urlaub im Ausland machen? Kein Urlauber kann sich doch sicher sein, dass er nicht mit gentechnisch veränderten Produkten in Berührung kommt. Ach ja an den internationalen Flughäfen sollten wir Quarantänezonen einführen um sicherzustellen, dass der normale Klärschlamm nicht verseucht wird. Der Klärschlamm von den Flughäfen sollte als Sondermüll verbrannt werden. Ich denke als neues NABU-Mitglied: mein Verband sollte sich da richtig positionieren. ?????????????????

    von landfuerst

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