[17.07.2012]
Hermanus Versteijlen (links) im Gespräch. Foto: MIV
„Wir haben keine gute Erklärung für die Steuerzahler, warum es unterschiedliche Fördersummen pro Hektar gibt. Deshalb müssen wir die Zahlungen über die gesamte EU angleichen.“ Das sagte Hermanus Versteijlen, Agrarmarkt-Direktor bei der Europäischen Kommission auf dem Kongress der European Dairy Farmers (EDF) in Hasselt (Belgien). Gleichzeitig bestätigte er nochmals, dass die Milchquotenregelung nach 2015 abgeschafft wird.
Versteijlen rief die Landwirte in diesem Zusammenhang auf, ihre Verhandlungsposition durch Erzeugergemeinschaften zu stärken. In branchenübergreifenden Organisationen sollten Repräsentanten von Landwirten und Verarbeitern Wissen und Transparenz schaffen und gemeinsame Aktivitäten starten, die das Image von Milch weltweit verbessern, schlug der Beamte vor. Die vertragliche Gestaltung der Beziehung zwischen dem Landwirt und der Molkerei wolle die EU dabei aber nicht vorgeben. „Auf der Ebene der Mitgliedstaaten könnte es aber eine Verpflichtung geben“, erklärte Versteijlen.
Bei der anschließenden Diskussion über einen A-/B-Milchpreis wehrten sich vor allem die anwesenden Milchbauern aus der Schweiz. Sie schlugen stattdessen vor, einen genaueren Blick auf die momentane Situation in ihrem Land zu werfen: Die private Marktregulierung funktioniert dort nicht besonders effizient, obwohl A-/B-/C-Quoten von einigen Erzeugerverbänden eingeführt wurden. (ad)
Leserkommentare
Keine Erklärung für unterschiedliche Beträge pro Hektar?
[17.07.2012]
Wie wärs mit unterschiedlich hohen Kosten für die Bewirtschaftung, unterschiedlichen Ertragspotentialen, unterschiedlichen Betriebsmittelkosten, unterschiedlichen Lebenshaltungskosten oder unterschiedlichen Ansprüchen an den Umweltschutz?
von chrisman#001
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