Viehhändler muss wegen Maschinenklau hinter Gitter

Radlader Weil er zwei Bekannte in elf Fällen zu bandenmäßigem Diebstahl angestiftet hat, muss ein 40 jähriger Viehhändler aus Werther für drei Jahre ins Gefängnis. Die Mitangeklagten erhielten eine Bewährungsstrafe von drei Jahre und zehn Monate bzw. 18 Monaten.
 
Wie das Wochenblatt Westfalen-Lippe berichtet, sahen es die Richter am Landgericht Osnabrück als erwiesen an, dass das Diebesquartett von Mai 2008 bis Oktober 2009 in mindestens 18 Fällen Hoftracs, Radlader, Minibagger und Quads im Großraum Osnabrück/Bielefeld auf Höfen und Baustellen gestohlen hat. Anstifter war nach Überzeugung des Gerichts der Viehhändler Stephan P. Was den bislang unbescholtenen Mann und dreifachen Vater, dessen Familie seit Generationen im Viehhandel tätig ist, bewogen hat, blieb dem Gericht weitgehend verborgen. Vielleicht waren es private Schulden, vielleicht aber auch nur die Aussicht, mit wenig Einsatz hohen Profit einstreichen zu können.
 
Als Angestellter einer Viehverwertungsgenossenschaft war Stephan P. viel unterwegs, so das Wochenblatt weiter. Auf Höfen und Baustellen im Ravensberger und Osnabrücker Land spähte er Maschinen aus, die er gut weiterverkaufen konnte. Nachts schlugen dann die Diebe auf den zumeist wenig bewachten Höfen und schlecht gesicherten Baustellen zu. In der Scheune des Viehhändlers wurden die Maschinen abgestellt. Der nachweisbare Schaden liegt laut Gericht bei weit über 300 000 Euro.
 
Die Bande flog übrigens auf, nachdem ein Grundbesitzer der Polizei einen Tipp gegeben hatte. Ein Angeklagter hatte sich bei ihm erkundigt, ob er eine abgestellte Maschine kaufen könne. Dem Landwirt kam die unaufgeforderte Anfrage spanisch vor, er informierte die Polizei. Einige Tage später kam das Trio nachts und wollte die Maschine „abholen“. Doch die Polizei war schon da, die Falle schnappte zu. (ad)

Hintergrund:
Viehhändler als Maschinendieb? (18.8.2011)