[17.02.2012]
„Mit 1,9 Mio. Festmeter Holz haben die privaten Waldbesitzer den Holzeinschlag nochmals gesteigert und nähern sich der Zielmarke von zwei Mio. Festmeter“, sagt Frank Haufe aus der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Dabei beachten sie die Grundsätze einer nachhaltigen Forstwirtschaft und lehnen verständlicherweise die Forderung einiger Naturschutzverbände nach einem Nutzungsverbot beispielsweise in Buchenwäldern ab, kommentiert das Landvolk Niedersachsen. „Die Waldbesitzer pflegen ihre Wälder über Jahrzehnte und müssen von dem Ertrag auch leben können“, ergänzt Steffen Hartig vom Waldbesitzerverband Niedersachsen.
Nach wirtschaftlich schwierigen Jahrzehnten erwirtschaften die gut 60.000 privaten Waldbesitzer in Niedersachsen zurzeit recht gute Erträge in ihren Wäldern. Die rege Bautätigkeit hat die Nachfrage stimuliert, die Preise werden als recht ordentlich eingestuft. Diese Gunst des Marktes nutzen die Waldbesitzer. Der Löwenanteil des Holzes wird in der Region vermarktet, einige Waldbesitzer bedienen aber auch den Export.
Der private Waldbesitz in Niedersachsen verfügt mehrheitlich über kleinere Flächen, die häufig gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Zwei von drei Waldbesitzern nennen maximal 50 ha ihr Eigen, im Durchschnitt sind es elf ha. Ausschließlich vom Wald leben nur wenige Forstwirte, wobei die erforderliche Größe des Waldbesitzes vom Standort, den gewachsenen Holzvorräten und auch dem eigenen Engagement im Forst abhängig sind.
Wirtschaftliche Unsicherheiten und wenig rentable Konditionen an den Kapitalmärkten haben auch das Interesse mancher Investoren auf den Wald gelenkt, im großen Stil wurden diese jedoch noch nicht beobachtet, schreibt das Landvolk weiter. „Wer Wald kauft und wertvolles Stammholz für den Ofen sägt, der hat auf jeden Fall zu teuer geheizt“, stellt Steffen Hartig klar. Das deutlich gestiegene Interesse an Brennholz aber spiele den Waldbesitzern die Kosten für notwendige Pflege- und Durchforstungsmaßnahmen wieder ein. (ad)
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